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1. MRZ 2015

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»Guarato total« beim Meeting-Finale

Damit nicht irgendjemand auf den abwegigen Gedanken kommen könnte, Vincennes würde zum Ausklang des Winter-Meetings auch nur ein bisschen die Luft ausgehen, servierte die Bahn im Südosten von Paris ihren Fans ein »Neun-Gänge-Menü« vom Feinsten.

Nicht zum guten, sondern schlichtweg brillanten Ende ließ es der Veranstalter auf dem Plateau de Gravelle noch einmal richtig krachen: Prüfungen im Wert von insgesamt 954.000 Euro standen auf der Luxus-Karte, darunter vier der Gruppe-Kategorien I, II und III, in denen es um jeweils sechsstellige Beträge ging. Insgesamt war die »Schlussetappe« für viel zwei- wie vierbeinige Protagonisten so etwas wie ein Spiegelbild der vergangenen vier tollen Monate.

Da war zum einen Jean-Michel Bazire, für den es in diesem Winter so gut wie schon lange nicht mehr lief und der mit Nuage en Ciel die letzte Quinté+-Prüfung des Meetings sowie mit Athos des Volos zwei weitere Rennen gewann - jeweils in überaus leichter Manier. Andererseits muss man nicht auf die Statistik von Paris Turf warten, um Sébastien Guarato als den alles beherrschenden Übungsleiter auszumachen. Wann hat es das schon einmal gegeben, dass ein Quartier in einer Gruppe I-Prüfung, nämlich dem Prix de Sélection, die ersten drei Plätze belegt? Es war dies für den 42-Jährigen, der lediglich in der Provinz mal selbst um Geld in den Sulky steigt und das Einfahren der Ernte ansonsten erstklassigen Catchdrivern wie Eric Raffin und Franck Nivard überlässt, so etwas wie der Diamant in der Krone für den Winter-König.

Der kleine Überflieger schlägt wieder zu

Wie im Vorjahr wurde der Prix de Sélection, die klassische Auseinandersetzung der einheimischen Vier- bis Sechsjährigen, bei denen die Jüngsten - in diesem Fall die »B«-Traber - zum zweiten Mal über die von 2750 auf 2200 Meter verkürzte Strecke 25 statt wie früher 50 Meter Vorsprung mitnahmen, eine sichere Beute von Sébastien Guarato. Die veränderte Ausschreibung verfehlte heuer jedoch ihre Wirkung auf die Älteren, die lediglich den völlig unbekannten Avatar Bataille, die nicht übermäßig formstarke Anette du Mirel und Viking de Val ins Rennen schickten, von denen Letzterer noch die meisten Fürsprecher fand. Hatte für den Startrainer 2014 Aladin d’Ecajeul in 1:11,3 die 108.000 Euro schweren Kohlen aus dem Feuer geholt, so war heuer Bold Eagle in 1:11,4 »Herrscher aller Reußen« - und das in einem Stil, an dem es nicht das Geringste zu mäkeln gab.

Ganz außen eindrehend, bekam der ohne Check und Hintereisen, dafür mit Sprungzügel aufgebotene, eher klein gewachsene Braune die »Todesspur« vor Bardane du Houlbet, dem am Start kurz rumpelnden Black d´Avril, Barjal, Bolide de Guéron, Viking de Val und Avatar Bataille, während Trainingsgefährtin Billie de Montfort den rasanten Ton vor Bocage d´Ortige und Anette du Mirel vorgab. Eingangs des unteren Bogens folgte die Wachablösung durch den »Starken Adler«, der weiterhin die Flügel kräftig schlug und Zwischenzeiten von 1:10,4 für den ersten Kilometer vorlegte. Dies stellte die Zulagenpferde im Grunde vor unlösbare Aufgaben, wenngleich Eric Lambertz in der langsameren Phase bergauf in dritter Spur sein Heil dennoch versuchte.

Als es der letzten Ecke zuging, war der Akku des Baccarat du Pont-Sohnes jedoch völlig leer, so dass Lambertz ihn nach außen dirigierte und das Match damit aufgab. All das scherte Bold Eagle, den Franck Nivard im Scheitel der Schlusskurve wohl nur der Form halber von den Ohrenstöpseln befreit hatte, nicht im Geringsten. Ohne einen Hauch von Schwäche bewies der im vorigen Spätsommer von Jean-Etienne Dubois für eine immense Summe an Pierre Pilarski veräußerte Ready Cash-Sohn, wie enorm sich körperlich Kleine zu strecken vermögen, machte sich lang und länger. Nivard konnte sich nach einem ausgiebigen Blick ins Hintertreffen ein breites Grinsen nicht verkneifen - der elfte Sieg am Stück und 13. aus lediglich 15 Versuchen war einer der leichten Art.

Wo die Grenzen des nunmehr 522.800 Euro schweren Braunen sind, hat er noch immer nicht ausloten müssen, und so sparsam und gezielt, wie ihn sein Ausbilder einsetzt, verführt er zu größten Hoffnungen. Für Guarato oder die Konkurrenz - je nach Sichtweise - kam es dahinter knüppeldick. So leicht, wie Bold Eagle voraus war, hielt Billie de Montfort den Rest in Schach, und das Tüpfelchen aufs Guarato-I setzte Bocage d´Ortige. Matthieu Abrivard quetschte ihn auf den letzten Metern zwischen Bolide de Guéron und Black d´Avril auf Rang drei, wie das Zielfoto auswies, womit das Triple perfekt war. Beste der Zulagenpferde war nach Viking de Vals Ausstieg Anette du Mirel, der allerdings trotz kürzester Wege auch ein Jean-Michel Bazire nicht zur Prämie verhelfen konnte: Mit 1:12,2 landete sie auf Rang acht und hatte rein rechnerisch allein auf Bardane du Houlbet etwas von ihrem Handicap wettgemacht.

ERGEBNIS

Samstag, 28.02.2015
Vincennes / Frankreich
Prix de Selection
240.000 € - 2200 m - Bänderstart
Vier- bis sechsjährige Stuten & Hengste, 25 Meter Vorgabe für Vierjährige

1.Bold EagleFranck Nivard1:11,414
2.Billie de MontfortEric Raffin1:11,548
3.Bocage d´OrtigeMatthieu Abrivard1:11,8670
4.Black d´AvrilFranck Ouvrie1:11,8170
5.Bolide de GueronFranck Anne1:11,9780
6.BarjalAntoine Lherete1:12,0260
7.Bardane du HoulbetDavid Thomain1:12,4260
8.Anette du MirelJean-Michel Bazire1:12,2210
9.Viking de ValEric Lambertz1:23,3120
 Avatar BataillePhilippe Ternisiend.r.510

Bold Eagle - 4j. H. v. Ready Cash a.d. Reethi Rah Jet v. Love You
Sieg: 14:10 - Platz: 11 - 12 - 34:10 - Zwilling: 19:10
Drilling: 202:10 - Dreierwette: 381:10

»Akim reloaded«

Mit einer Überraschung endete der Prix de l’Union Européenne. Der über 3000 Meter führende, 1994 ins Leben gerufene Preis der Europäischen Union um 160.000 Euro, zu dem auch Wallache zugelassen sind, schien lange eine ausgemacht lohnende Sache für On Track Piraten zu werden. Der sieben Jahre alte Schwede, im Vorjahr Zweiter hinter Sanity, heuer lediglich einmal in Vincennes angetreten und zum Dominator im Prix du Luxembourg geworden, kam im Gegensatz zu Favorit Vabellino exzellent in die Partie und durfte von Landsmann Chelsea Boko, dieses Mal mit Jorma Kontio antretend, nach 300 Metern widerspruchslos das Kommando übernehmen.

Ungeachtet seines Rumplers zu Beginn kreuzte auch Vabellino rasch im Vordertreffen auf. Eine kurze Rochade mit dem »Piraten« im unteren Bogen - und für die folgenden 1200 Meter waren die Plätze im Zwölferfeld fest geschrieben. Innen folgten auf Chelsea Boko Beckman und Roxana de Barbray, an Global Manhattan, die »Lokomotive« der zweiten Reihe, koppelten sich Voltigeur de Myrt, Akim du Cap Vert, Soleil du Fossé, Princess Grif, Tornado Bello und Vision Intense. Sah es noch 200 Meter vor dem Pfosten ganz danach aus, als solle Erik Adielsson die Sache sicher im Sack haben, weil Vabellino zu Beginn viel hatte tun müssen und zudem ziemlich »weggesperrt« war und auch Princess Grifs Attacke in vierter, gar fünfter Spur verpuffte, so sollte dem 40-jährigen Stockholmer das Lachen noch gründlich vergehen.

Voltigeur de Myrt, erstmals seit dem sensationellen Ehrenplatz im Prix d´Amérique wieder unter Order, hatte die Pause bestens zur Regeneration genutzt und setzte ihm unerbittlich zu, auch Vabellino kam durch Global Manhattans geordneten Rückzug dick ins Geschäft. Und zwischen diesen Beiden wurde Chelsea Boko richtig munter und hängte sich mit Verve in die Schlacht. Allen jedoch lief Akim du Cap Vert den Rang ab. Der noch vor zwölf Tagen gegen Aladin d´Ecajeul, Africaine, Athos des Elfes & Co. blass gebliebene Fuchs, seit Beginn seiner Karriere zur Spitze der Generation »A« zählend, präsentierte sich wie in seinen besten Tagen, zeigte aus der Lage hinter Voltigeur de Myrt ungeahnte Spurtqualitäten und zog an dem um jeden Meter fightenden Quartett letztlich leicht mit einer Länge vorbei zum achten Volltreffer seiner Laufbahn, die zwischendurch auf höchstem Niveau auch mal ein wenig ins Stocken geraten war.

Mit 832.380 Euro zu jenen 818.140 von Aladin d´Ecajeul ist der kleine, trockene First de Retz-Nachkomme nun wieder die Nummer eins seiner Aufzucht nach Gewinnen. Ein gutes Stück hinter dem folgenden Quartett, von dem Chelsea Boko mit dem knappen Ehrenplatz vor dem Rang drei mit Klauen und Zähnen verteidigenden On Track Piraten, Voltigeur de Myrt und Vabellino der Glücklichste war, führte Soleil du Fossé die nächste Gruppe ins Ziel, von der überraschend Vision Intense, die dem Fahren eigentlich nie sonderlich viel Geschmack abgewinnt, besser als Beckman und der Rest war und mit der kleinsten Prämie belohnt wurde.
Nicht ansatzweise in Gefahr geriet bei 1:14,1 die Rennbestmarke, die ein gewisser Rapide Lebel bei seinem Sturmlauf 2012 auf 1:12,8 gedrückt hatte.

ERGEBNIS

Samstag, 28.02.2015
Vincennes / Frankreich
Prix de l´Union Europeenne
160.000 € - 3000 m - Bänderstart
5j. bis 10j. Europäer, mindestens 160.000 €

1.Akim du Cap VertFranck Anne1:14,198
2.Chelsea BokoJorma Kontio1:14,2160
3.On Track PiratenErik Adielsson1:14,230
4.Voltigeur de MyrtGabriele Gelormini1:14,246*
5.VabellinoEric Raffin1:14,234
6.Soleil du FosséJoseph Verbeeck1:14,5450
7.Vision IntenseJulien Dubois1:14,5730
8.Princess GrifRoberto Andreghetti1:14,5310
9.BeckmanFranck Nivard1:14,6230
10.Roxana de BarbrayDominik Locqueneux1:14,8730*
12.Global ManhattanJean-Michel Bazireo.Z.250
 Tornado BelloPierre Levesqueo.Z.330

Akim du Cap Vert - 5j. H. v. First de Retz a.d. Prima du C. Cezio Josselynap Vert v
Sieg: 98:10 - Platz: 24 - 40 - 17:10 - Zwilling: 527:10
Drilling: 618:10 - Dreierwette: 4.443:10 - * = Stallwette

Der nächste »Aufwärtshaken«

Ebenfalls international ausgeschrieben war das Trabreiten um den Prix Henri Desmontils, in dem um 120.000 Euro die Franzosen wie so häufig unter sich blieben und ein Thriller um die Krone der Wallache erwartet wurde. Hier der kometengleich aufgestiegene Uppercut de Manche, der sich seit der Übersiedlung aus Frankreichs Süden im Mai 2014 zu Thierry Raffegeau und der Umschulung zum Satteltraber in einem wahren Sturmlauf in der Elite dieses Gewerbes etabliert und von 15 Aufgaben nur drei nicht gewonnen hatte. Dort der bislang ausschließlich unter dem Reiter eingesetzte Sourire de Voutré, durch eine Fülle von Verletzungen und Krankheiten immer wieder aus der Spur geworfen und dennoch bereits 903.090 Euro reich.

Mehr kamen nicht hinzu. Sah es bis Mitte des Anstiegs ganz nach einem neuerlichen Duell aus, so verfiel der Wallach von Franck Leblanc, Spitzenreiter seit Beginn des Bogens von Joinville, in undefinierbare Gangarten und wurde aus der Wertung genommen. Damit teilte er das Schicksal von Monté-Überraschungssieger Ton Rêve de Cahot, den es als Frontmann der zweiten Spur nach rund 1100 Metern erwischt hatte. So schien der Weg frei für Uppercut de Manche, dem Damien Bonne gerade eine Verschnaufpause im Rücken des Piloten gegönnt hatte und dem somit die Führung in den Schoß fiel. Dass es am Ende dennoch ein furioses, Spitz auf Knopf stehendes Dreier-Finish gab, war wohl nicht der Stärke der erst durchs Zielfoto zu trennenden Texas de l´Iton und Torre Crépin zu danken, sondern eher den Spuren der harten Schlachten, die dem Schützling Raffegeaus schon letztens ersichtlich den kernigen Punch aus den Knochen gesogen hatten.

In Höchstform hätte er sich mit den Herausforderern wohl nicht lange aufgehalten - so öffnete er ihnen buchstäblich den Weg zum Erfolg, weil er sich mit Einbiegen auf die Via Triumphalis mal wieder weit nach außen drückte und erst an den Rails Halt fand. Es reichte unter kräftigen Hieben Bonnes gerade so mit einer halben Länge, was sein Reiter weit besser ausmachen konnte als Zuschauer und Kamera. Eher erleichtert denn jubelnd riss er den Arm hoch. Vielleicht zwei Zentimeter eher als Torre Crépin war Texas de l´Iton am Ziel, Rang vier ging fünf Längen zurück an den brav, aber unauffällig durchziehenden Vagabondu Mag, dessen kleine (Halb-)Schwester Ciperla Mag sich tags zuvor mit Gruppe II-Lorbeer im Reiten hatte schmücken können.

Eher enttäuschend war das Abschneiden von Talicia Bella, die bergauf in dritter Spur viel arbeitete, den Kontakt zu Torre Crépin früh verlor und drei weitere Längen zurück am Pfosten vorbeistrich. Den Eindruck, den man als unbefangener Beobachter hatte, unterstrich Damien Bonne: »Uppercut zeigte heute nur 75 Prozent seiner Kapazitäten. Er ist am Ende dieses Meeting doch ziemlich müde und hat nur gewonnen, weil er als tolles Rennpferd die Zähne zusammengebissen hat, als nichts mehr zu gehen drohte!«

ERGEBNIS

Samstag, 28.02.2015
Vincennes / Frankreich
Prix Henri Desmontils
120.000 € - 2850 m - Bänderstart - Reiten
5j. bis 10j. aller Länder, mindestens 160.000 €

1.Uppercut de MancheDamien Bonne1:13,721*
2.Texas de l´ItonYoann Lebourgeois1:13,7310
3.Torre CrepinAdrien Lamy1:13,7370
4.Vagabondu MagMathieu Mottier1:14,1250
5.Talicia BellaAnthony Barrier1:14,369
6.Valse CasteletsJean Loic Claude Dersoir1:14,4380
7.Rapide du DigeonPierre-Yves Verva1:14,7420*
 Ton Reve de CahotDavid Thomaind.r.92
 Sourire de VoutreFranck Nivardd.bl.30

Uppercut de Manche - 7j. W. v. Neutron du Cébé a.d. Nuit de Manche v. Coktail Jet
Sieg: 20:10 (Stall) - Platz: 12 - 31 - 31:10 - Zwilling: 262:10
Drilling: 643:10 - Dreierwette: 1.281:10

Gunst der Stunde genutzt

»Natürlich ist mir bewusst, dass die Besten des Fachs nicht dabei waren, und so war dieses Rennen eine echte Occasion. Das ist aber nicht meine Schuld, und als ich die Starterliste gesehen habe, habe ich zu meiner Frau gesagt: Wenn wir dieses Rennen nicht gewinnen, steige ich nie wieder in den Sattel«, scherzte der überglückliche Besitzer, Trainer und Reiter Anthony Dollion nach dem Sieg im Prix Louis Le Bourg für die nationale Sattel-Elite der Generation 2011, mit dem die Serie der sechsstellig dotierten Rennen eröffnet wurde.

Ganz so einfach, wie es sich im Nachgang lesen mag, machte es die »No Name«-Konkurrenz dem 36-Jährigen und seinem Bikini des Molands jedoch nicht. Dollion verpasste dem Sohn von Sattel-Heros Gai Brillant im dritten Paar außen ein Maßrennen, das geradezu ideal wurde, als sich sein Vordermann Bill am Fuß des Anstiegs aus dem Match galoppierte und er unmittelbar in den Windschatten vom die zweite Reihe anführenden Biscuit Delavera eintauchen konnte. Clement Frecelle erledigte für ihn die Drecksarbeit, in dem er den mit zum Teil erklecklichem Vorsprung führenden Buckingham Park Mitte des Schlussbogens zu den Akten legte, das anspruchsvolle Pensum jedoch auf der Zielgeraden zu spüren begann.

Schwungvoller als Bikini des Molands kam Baron des Bourg um die letzte Ecke, driftete jedoch ganz weit nach außen und verlor dadurch jenen Elan, der nötig gewesen wäre, in die engste Entscheidung eingreifen zu können. Neigte sich auf den letzten Metern die Waage ein wenig deutlicher dem Erstling der im Rennbetrieb nie sonderlich hervorgetreten Quiche des Molands zu, der seinen dritten Erfolg der Karriere und ersten auf Gruppe-Niveau mit einer halben Länge Vorsprung unter Dach und Fach brachte, so ging Biscuit Delavera auch noch des dem Rennverlauf nach allemal verdienten Ehrenplatzes verlustig. Der fiel nach Zielfoto an den als Zweiter innen von Eric Raffin streng geschonten Favoriten Best of Jets.

ERGEBNIS

Samstag, 28.02.2015
Vincennes / Frankreich
Prix Louis le Bourg
120.000 € - 2850 m - Bänderstart - Reiten
Vierjährige Stuten & Hengste, mindestens 23.000 €

1.Bikini des MolandsAnthony Dollion1:15,3160
2.Best of JetsEric Raffin1:15,421
3.Biscuit DelaveraClement Frecelle1:15,452
4.Baron du BourgAlexandre Abrivard1:15,8130
5.Buckingham ParkMatthieu Abrivard1:15,987
6.Bugatti GriffDavid Thomain1:16,5260
7.Belle HyemoiseJulien Raffestin1:24,0790
 Bichon du QuinzeGuillaume Martind.r.610
 BillAnthony Barrierd.r.140
 Be Mine de HouelleYoann Lebourgeoisd.r.64

Bikini des Molands - 4j. H. v. Gai Brillant a.d. Quiche des Molands v. Carpe Diem
Sieg: 160:10 - Platz: 18 - 12 - 15:10 - Zwilling: 119:10
Drilling: 189:10 - Dreierwette: 1.920:10

Den Schlussstrich unter das seit dem 28. Oktober im Bois de Vincennes laufenden, weltweit unvergleichliche Meeting zogen um 17:45 Uhr im Prix de Monpazier vierjährige französische Hengste und Wallache, die noch keine 55.000 Euro gewonnen hatten - und sie taten es mit einem tollen Feuerwerk, das das »Adieu« nur umso schwerer werden ließ. Insbesondere galt dies für Matthieu Abrivard, für den das ansonsten eher durchwachsen verlaufene Meeting mit einem versöhnlichen und spektakulären Absch(l)uss endete. Auf den in vierter Spur als Letzter auf die Zielgerade einbiegenden Baltic Charm, den der 29-Jährige selbst trainiert, hätte zu jenem Zeitpunkt wohl niemand mehr einen Pfifferling gesetzt. Während vorn auf breiter Front ein Hauen und Stechen um jeden Zentimeter einsetzte, bekam der als 35:10-Favorit angetretene Password-Sohn förmlich Flügel und rauschte am Geschwader um eine Länge vorbei, als ob dies auf der Stelle treten würde.

Warten, dass sich die Pforten des Hippodrome de Vincennes wieder öffnen, müssen Vier- und Zweibeiner nur 17 Tage: Mit einer »Nocturne«, einer Abendveranstaltung, wird das Frühjahrsmeeting am Dienstag, 17. März eingeläutet. Sieben Rennen um für den »Temple du Trot« geradezu lachhafte 264.000 Euro stehen dann ab 19:40 Uhr auf der Abend-Karte. - (mw)

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