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10. SEP 2018

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87. Norsk Travderby: Großer Zahltag für die Gundersens

(nn) - Oslo-Bjerke, Sonntag, 9. September 2018. Der legendäre Wayne Gretzky gilt noch immer als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten; sein Trikot mit der »99«, die seither nie mehr in der NHL vergeben worden ist, hängt als leuchtendes Beispiel unter jenem Dach, wo die Edmonton Oilers, sein erstes Team in der National Hockey League, ihre Heimspiele austragen.

Ganz so populär ist sein Namensvetter Gretzky mit dem »Nachnamen« B.R., das alle von Björn Rishaug gezüchtete Pferde tragen, noch nicht, hat sich jedoch ebenfalls mit großem Lorbeer geschmückt: Mit Magnus Teien Gundersen, dem Sohn von Trainer Geir Vegard Gundersen, holte der Quite Easy-Sohn nach einem der sechs Derby-Vorläufe auch das zum 87. Mal ausgetragene Blaue Band Norwegens. Und weil es inzwischen auch im Land der Trolle und Fjorde die Premiechansen gibt, wurde er mit dem erst fünften Erfolg der Karriere nicht nur um eine, sondern gleich um zwei Millionen Kronen reicher.

2.601.060 Kronen zieren nun das Konto des Braunen, mit dem es Gundersen junior auf die simpelste Art erledigte. Der 21-Jährige nutzte Startplatz 1 rigoros, um sich geschwinden Schritts vor dem von seinem Vater gesteuerten Spiderman T.G. und Handsome Hank das Kommando zu sichern - und gab es bis ins Ziel nicht mehr her. Außen war erst A Brave Heart, nach einer Runde Favorit Vainqueur R.P. sein Begleiter. Mit Zelov lauerte ein weiterer Vorlaufsieger im dritten Paar außen und musste 500 Meter vor dem Ziel in Spur drei, als A Brave Heart seine Heldenrolle ausgespielt hatte und zügig nach hinten durchgereicht wurde.

Gretzky B.R. ließ sich indes nicht mehr in die Suppe spucken, blieb sicher eine Länge voraus und mit 1:13,5 lediglich eine Zehntelsekunde über dem gemeinsam von El Diablo B.R. und Cokstile gehaltenen Rennrekord. Zugleich wurde sein Steuermann zum jüngsten norwegischen Derby-Sieger aller Zeiten.

Spitz auf Knopf ging es hingegen um die weiteren fetten Prämien zu, wobei sich der zähe Fuchs Zelov in dritter Spur knapp gegen den innen engagierten Spiderman T.G. und Vainqueur R.P. durchsetzte. Auch nur eine Länge später holte sich Handsome Hank einen Kopf vor Robin G.T. den fünften Scheck.

ERGEBNIS

Sonntag, 09.09.2018
Oslo / Norwegen
VG Norsk Travderby
2.155.000 NKR - 2600 m - Autostart
Gruppe I - Vierjährige - Startzeit: 17:15 Uhr

1.Gretzky B.R.Magnus Teien Gundersen1:13,578
2.ZelovAsbjörm Tengsareid1:13,674
3.Spiderman T.G.Geir Vegard Gundersen1:13,784
4.Vainqueur R.P.Frode Hamre1:13,728
5.Handsome HankEirik Hojtomt1:13,7785
6.Robin G.T.Orjan Kihltröm1:13,7121
7.CategoricalJonas Moberg1:13,8511
8.Ghazi B.R.Tom Erik Solberg1:13,977
9.OurastileSvein O. Wassberg1:14,1482
10.Hard TimesUlf Ohlsson1:14,278
11.CrackajackAndre H. Stensen1:14,3324
12.A Brave HeartGunnar Austevoll1:15,9102

Gretzky B.R. - 4j H. v. Quite Easy a. d. Metior Missy v. Tagliabue
Sieg: 78:10 - Platz. 25 - 31 - 29:10 - ZW: 321:10 - Trio: 4.118:10 - Richterspruch: 1 Lg.
Wert: 2.000.000 - 1.000.000 - 560.000 - 250.000 - 75.000 - 6 x 1.000 NKR


Alle Neune für Calina

Formgemäß ging es im »Norsk Hoppe Derby« auf den ersten beiden Rängen zu, die standesgemäß zwischen den Favoritinnen Calina (25:10) und Normandie Royal (26:10) ausgefochten wurden. Entscheidend war, dass Frode Hamre mit Calina dank eines knackigen Zwischenspurts der wie ein Pfeil in Front geschossenen Miracle Tile nach 700 Metern den Taktstock entwand und die Herausforderin somit in die Todesspur verbannte.

Die tat dort, was die Beine hergaben, doch reichte das lediglich, um die innen »verhaftete« Miracle Tile für den Ehrenplatz festzuhalten. Da der Rest, darunter auch die auf dem letzten Viertel munter durch Spur drei stiefelnde Lets´ Make a Selfie, auf der Zielgeraden etwas nachließ, langte es für die im dritten Paar innen engagierte Kamperhaugs Dina zur vierten Prämie. Für die von Archipelago stammmende Calina, ohnehin bereits die Reichste des Dutzends, war dieser neunte Treffer aus 19 Starts dank der Premiechansen nicht 500.000, sondern gar 1.000.000 Kronen wert. Goldstück ihrer vorherigen Rallye war der Sieg in der norwegischen Meisterschaft für Stuten am 28. Juli in Biri unter anderem über I Love Paris gewesen.

ERGEBNIS

Sonntag, 09.09.2018
Oslo / Norwegen
VG Norsk Hoppederby
500.000 NKR - 2100 m - Autostart
Gruppe I - Vierjährige Stuten - Startzeit: 13:35 Uhr

1.CalinaFrode Hamre1:14,326
2.Normandie RoyalAdrian Solberg Akselsen1:14,3497
3.Miracle TileKristian Malmin1:14,4114
4.Kampterhaugs DinaPer Oleg Midtfjeld1:14,662
5.Let´s Take a SelfieMagnus Teien Gundersen1:14,7224
6.Grace B.R.Geir Vegard Gundersen1:14,7622
7.Got Your B.R.Eirik Hojtomt1:14.8437
8.Roxy LadyMonika Fremstad1:14,9273
9.GluhweinHans Jorgen Eggen1:16,4587
10.Amarone ClassicDag-Sveinung Dalen1:18.5221
 Gaga R.R.Tom Erik Solbergd. r.214
 Amazing CaseLars Anvar Kolled. r.359

Calina - 4j. S. v. Archipelago a. d. Caltina Hallv. Banker Hall
Sieg: 25:10 - Pl.: 14 - 13 - 33:10 - ZW: 29:10 - Trio: 1.579:10 - Richterspruch: ½ Lg.
Wert: 500.000 - 250.000 - 150.000 - 100.000 - 65.000 - 45.000 NKR



Seit einigen Jahren erledigt Norwegen seine Jahrgangsprüfungen für die Drei- und Vierjährigen, was Kalt- wie Warm-Blüter betrifft, am zweiten Sonntag des September mit einem Mammutprogramm in einem Rutsch.
Einen unüberhörbaren Akzent, wie nach ihren Vorstellungen der Tag zu laufen habe, setzten im »Norsk Hoppe Kriterium« für die Generation 2015, mit dem die Veranstaltung eingeläutet wurde, Vater und Sohn Gundersen.

Das war alles andere denn eine Überraschung, denn die bei 11:10 »wie das Wasser«, das vor Beginn des Renntags vom Himmel gefallen war, gewettete Hillary B.R. hatte noch keines ihres sechs Rennen verloren. Magnus Teien Gundersen überstürzte mit der Muscle Hill-Tochter am Start nichts, was auch wenig Sinn gemacht hätte. Gegen Welldone Wilmas Flugshow von der 8 an die Spitze wäre er ohnehin machtlos gewesen.

Die Cromwell-Tochter ließ sich zu Beginn der Überseite von Blueridge Sun mit Geir Vegard Gundersen ablösen, der Ende jener Geraden seinem Filius selbstverständlich keine Steine in den Weg legte, als der angerauscht kam. Fortan lief Hillary B.R. ein einsames Rennen, setzte sich im Schlussbogen auf fünf Längen ab und hielt diesen Vorsprung bis ins nach 1:14,1 erreichte Ziel mühelos fest. Fast noch mehr als der Filius jubelte Gundersen senior über das Familien-Doppel, setzte er sich doch für den Ehrenplatz leicht gegen die aus dem zweiten Paar außen an ihrer Lokomotive Thankful vorbeimarschierende Catherine´s Chic durch.

Stoletheshow - der Name ist Programm

Selten war der Name so Programm wie beim Sieger des Norsk Trav Kriterium, denn der im schwedischen Halmstad von Marcus Lindgren trainierte Stoletheshow hatte heuer bei sechs Anläufen erst einmal die Glückwünsche entgegennehmen dürfen - da hatte es in Jarlsbergs Hans Petter Tholfsens Minne mit 300.000 Kronen allerdings gewaltig in der Kasse geklappert - und war in seinem Vorlauf lediglich Dritter geworden.

Aber dann sprang 14:10-Favorit Catherine´s Chevy kurz am Start, verlor die gute Ausgangslage und musste, nachdem Ende der ersten Überseite Noble Superb vor Max Brady und LJ´s Musclemadness an die Spitze gezogen war, sich den Weg durch die Außenspur selbst bahnen. Das wurde dem zehnfachen Sieger letztlich zum Verhängnis; so sehr er sich auch in die Herkules-Aufgabe reinhängte und den Tempomacher abkanzelte - im Ziel hatte ihm der mit Erlend Rennesvik 600 Meter vorm Ziel aus dritter Außenposition attackierende Stoletheshow in einem furiosen Finish um buchstäblich jeden Zentimeter mit Nüsternbreite die Sieg-Show gestohlen.

Deutlich zurück kam auch in diesem Gundersenschen Familienduell der Sohn vor dem Vater ein: Noble Superb, ein Filius des gegenwärtig als Vererber in vieler Munde gekommenen Maharajah, hielt Trainingskamerad Max Brady um einen Hals in Schach.

Im wichtigsten Match für die Erwachsenen bestätigte Giveitgasandgo einmal mehr die letzten Auftritte, bei denen er sich meilenweit von der exzellenten Verfassung des Frühsommers präsentiert hatte. Obwohl problemlos vor Photo Lavec in Front geschmettert und fortan ziemlich in Ruhe gelassen, kam der diesmal Ulf Ohlsson anvertraute Yankee Glide-Sohn nicht nach Hause.

Im Finish des Tages erwischte Tom Erik Solberg für Photo Lavec im allerletzten Moment den Ausstieg, quetschte sich zwischen dem Leader und Deep Sea Dream hindurch und war in einem atemberaubenden Vierer-Finish, in das sich ganz außen auch noch Cash Okay fulminant einschaltete, nach »Kampf kurzer Kopf - kurzer Kopf - kurzer Kopf« tatsächlich als Erster vor Deep Sea Dream und dem »Gasmann« an der Linie. Rasant ging es nur auf der Zielgeraden zu, denn 1:13,7 für geforderte 2100 Meter sind wahrlich nicht die Welt.

Uneingeschränkte Könige bei den männlichen Kaltblütern der Generationen 2014 und 2015 waren Vorbereiter Jan-Olov Persson, der Vater Järvsöfaks’, und Vollstrecker Ulf Ohlsson. Im »Kriterium« kämpfte sich Eld Rask am durchweg führenden Rappstjernen um eine Länge vorbei und kassierte 500.000 NOK. 80 Minuten später klingelten im »Kaltblut-Derby« für seinen ebenfalls von Tekno Odin stamemdem Vollbruder Tekno Eld, der stets das Tempo vorgegeben hatte, sogar 750.000 Kronen in der Kasse; er gewann mit drei Längen.

Bei den Pendants für die Stuten wurde bei den Dreijährigen Brenne Blesa mit Öystein Tjomsland rund zwölf Längen voraus ihrer 17:10-Stellung vollauf gerecht und bunkerte 250.000 NOK; auch sie ist ein Kind Tekno Odins. Nur ein Kopf trennte hingegen Karmland Anna / Frode Hamre (375.000 NOK) von Stjärnblomster / Örjan Kihlström bei den 2014 geborenen kaltblütigen Ladys.

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