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13. JUN 2018

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Zack´s Zoomer im Schongang

Wie man eine etablierte und finanziell attraktive Serie durch viele drum herum gebaute, höherwertige Vergleiche »zu Tode reiten« kann, dafür ist die sich bis in den Spätherbst hinziehende Solvallaserien für Vierjährige seit dem Vorjahr ein beredtes und vielleicht auch mahnendes Beispiel.

Zur vierten, wie üblich mit 197.000 Kronen überschriebenen Runde wollte lediglich ein Sextett antreten, von dem die Hälfte aus dem Lot Stefan Melanders stammte. Als Tasteofchocolatier wegen Hustens die Boxe hüten muss, war Langeweile endgültig vorprogrammiert. Rund 700 Meter durfte Eldorado B. das Tempo vorgeben, dann übernahm Örjan Kihlström mit dem 11:10-»Tipp des Tages« Zack´s Zoomer und ließ sich nicht mehr in die Suppe spucken. Locker mit eineinhalb Längen führte er den »Ami« beim fünften Europastart zum dritten Mal (in Folge) als Ersten ins Ziel, womit der Deweycheatumnhowe-Nachkomme auf die Schnelle 558.500 Kronen für Melanders Stall T.Z. eingetrabt hat.

Für Rang zwei war Stallkamerad Output Pressure, den Per Lennartsson für die Schlussrunde durch Spur zwei treten ließ, um eine halbe Länge besser als Eldorado B.; der »Chef« selbst wurde mit Digital Performer die »rote Laterne« nie los.

ERGEBNIS

Dienstag, 12.06.2018
Solvalla / Schweden
Solvallaserien IV
200.000 Skr - 2140 m - Autostart
Vierjährige aller Länder

1.Zack´s ZoomerÖrjan Kihlström1:13,411
2.Output PressurePer Lennartsson1:13,5115
3.Eldorado B.Torbjörn Jansson1:13,6143
4.Ontrack He´s BlackHans Strömberg1:13,659
5.Digital PerformerStefan Melander1:13,9175
-NS-Tasteofchocolatier   

Zack´s Zoomer - 4j. H. v. Deweycheatumnhowe a.d. Passageway v. Angus Hall
Sieg: 11:10 - Platz: 10 - 11:10 - Zwilling: 27:10 - Dreierwette: 41:10


Nicht wesentlich besser bestellt war es um den Icelands Lopp, dem ersten Test auf dem Weg zum Jubileumspokalen Mitte August, bei dem sieben fünfjährige Kandidaten den sechsstelligen Siegerscheck - auch hier standen 100.000 Kronen für Platz eins auf dem Spiel - ran wollten und der Favorit seinen Anhängen den Spaß gründlich verdarb. Robert Berghs Muscle Hustle verlor durch eine Galoppade von Test Drive in der dritten Kurve sein Führpferd in zweiter Spur, rückte zu Trainingsgefährte Mindyourvalue W.F. vor, den Björn Goop mit reichlichem Aufwand eingangs der zweiten Kurve an Destiny Am vorbei ins Kommando gewuchtet hatte - und war 200 Meter weiter selbst in der Luft.

Für seinen Verfolger Milligan´s School bzw. dessen Steuermann Ulf Eriksson war dies das unmissverständliche Zeichen zur Attacke. Im Handumdrehen überrannte er den Piloten und landete in 1:11,0, der schnellsten Zeit, seit er in Schweden im Einsatz ist, den dritten Europa-Sieg aus 21 Versuchen bzw. den 13. der Karriere. In seinem amerikanischen Leben hatte er zwei- wie dreijährig unter Julie und Andy Millers Regie zu den Spitzenkräften der Generation 2013 gezählt. Am müden Tempomacher glitt fünf Längen zurück Sliding Home um eine halbe Länge vorbei, während das verbleibende Duo endlos abgehängt war.

Für den zum dritten Mal in Folge disqualifizierten Muscle Hustle, der im Vorjahr mit Erfolgen in Ina Scots Ära, Norrlands Grand Prix und einem Heat des Åby Stora Pris zu den Aushängeschildern seines Jahrgangs gehört hatte, gab es einen unangenehmen Nachschlag: Bis zum 22. Juni ist er - wie auch Umaticaya - wegen schlechter Trabaktion gesperrt; kann die Italienerin dann gleich weitermachen, muss der Muscle Mass-Sohn erst durch die Mühlen der Wiederqualifikation-Qualifikation.

ERGEBNIS

Dienstag, 12.06.2018
Solvalla / Schweden
Icelands Lopp
200.000 Skr - 2140 m - Autostart
Fünfjährige aller Länder - Startzeit: 19:30 Uhr

1.Milligan´s SchoolUlf Eriksson1:11,025
2.Sliding HomeJennifer Tillman1:11,4565
3.Mindyourvalue W.F.Björn Goop1:11,576
4.Destiny AmÖrjan Kihlström1:12,7363
5.UmaticayaJorma Kontio1:13,691
 Test DriveStefan Melanderd.r.141
 Muscle HustleRobert Berghd.r.19

Milligan´s School - 5j. H. v. Yankee Glide a.d. Tori Ann v- SJ´s Photo
Sieg: 25:10 - Platz: 11 - 17 - 14:10 - Zwilling: 390:10 - Dreierwette: 2.237:10

»Tor für Deutschland«

…hieß es in Jägersro dank Stonewashd Diamant, die nach dem halbwegs verpatzten Schwedendebüt vor zwölf Tagen in Åby dieses Mal eine Gala vom Feinsten hinlegte. Trotz der durchgängigen »Todesspur« setzte sich die Ende Februar ins Quartier von Peter Untersteiner überstellte Stute der Besitzergemeinschaft Schwarz / van Dijk / Merwestaal über die Sprintstrecke von 1640 Metern in neuer Bestzeit von 1:11,6 ganz leicht auf zweieinhalb Längen ab und bekam 30.000 Kronen gutgeschrieben.

Das war nicht die einzige »Beute« des gebürtigen Österreichers, bei dem es lief wie am Schnürchen. Sieben Mal stieg er in sein Arbeitsgerät, nahm außer mit der »Diamantin« den Rückweg in den Stall über den Winner Circle mit Run Brodde Run, Fairytale Mearas und Muscle Lane und holte zudem mit J.J. und Muscle Lane Ehrenplätze.

Nicht fehlen durfte in der Liste der Tagessieger einmal mehr Marc Elias, der in einem Ausscheidungslauf des Summer Meeting Talents mit dem bei 24:10 notierten, von seinem Vater trainierten Bonny Boy den durchweg das Tempo vorgebenden Popeye Face aus der »Todeslage« um eine halbe Länge in 1:14,3 zu 1:14,4 / 2140 Meter »niederstreckte« und seinen mit 30.000 Kronen entlohnten 14. Saisonsieg markierte.

Anspruchsvolle Aufgab für Zauni

Zur Vincennes-Premiere hatte Zauni, Ronja Walters neuer Monté-Star, mit dem Prix Lomia über 2700 Meter für fünfjährige Europäer, die keine 135.000 Euro verdient hatten, das bislang anspruchsvollste seiner vier Frankreich-Examen vor der Brust. Zahlreiche auf dem Plateau de Gravelle bereits siegreiche Rivalen ließen den Deutschen am Toto bei 120:10 aufleuchten, und die ohnehin anspruchsvolle Aufgabe erschwerte sich der Quite Easy-Sohn durch einen äußerst behäbigen Start, bei dem der Braune rund 30 Meter auf die Spitze verlor.

Umso bemerkenswerter, wie die deutsche Sattel-Championesse ihren Crack umsichtig durchs Feld dirigierte und - allerdings weit hinter dem Favoritentrio, aus dem sich Dédé du Châtelet und Alexandre Angot für 49:10 knapp gegen Dame de Bellouet (57) sowie den durchweg führenden Derby Show (21) durchsetzte - Platz fünf und 2.700 Euro erkämpfte. Die Zeit des St.Leger-Siegers: 1:14,2 / 2700 Meter. - (mw)

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