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14. MAI 2018

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Deutsche und holländische Gäste räumen kräftig ab

Zugegeben - so viele deutsche und niederländische Gäste hatte man beim Meeting in Kopenhagen schon lange nicht mehr gesehen.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass sich die Quartiere inzwischen deutlich mehr zutrauen und das Motto »Wer nicht wagt, der nicht gewinnt« sich wieder großer Beliebtheit erfreut. Drei Siege für Deutschland (Portland, Goldy Stardust) und Holland (Hillary Queen), dazu Ehrenplätze für Tsunami Diamant und Voyage d´Amour, je ein weiterer Treffer für Hollands und Deutschlands Zucht durch die freilich nach Dänemark verkauften Hiawatha River und Hakon von Haithabu sowie Rang vier im Hauptrennen durch Cash Hanover zauberten mehr als nur ein Lächeln auf zahlreiche Gesichter, die sich für den Trabrennsport hierzulande und in Holland einfach immer noch begeistern. Lesen Sie nachstehend in chronologischer Folge die Nachschau zu den meisten Rennen des Rahmenprogramms.

Letztlich chancenlos waren die deutschen Teilnehmer im Lauf der vierjährigen Stuten. Pearl Stardust (Jaap van Rijn) verabschiedete sich gleich am Start, On Vogue (Conrad Lugauer) gab nach anfänglicher Führung Mitte der letzten Überseite die Ideallage im Rücken der das Tempo bestimmenden Hillary Queen (Robin Bakker) auf und sprang schließlich 100 Meter vor der Linie als geschlagenes Pferd an, und Honesty Newport (Michael Nimczyk) lief aus der zweiten Reihe ohne bessere Chance im Mittelfeld nur mit. Hillary Queen hingegen rettete sich trotz Eisenverlust vorne links nach einem engagierten Finish mit der ehemaligen Trainingsgefährtin Valentina Wind (Björn Goop) in 1:12,9 / 2000 Meter mit einem »kurzen Kopf« über die Linie. Rang drei ging an Co-Favoritin Mrs Lindy (Ulf Ohlsson).

Den ersten Treffer für die deutsche Zucht gab es für den nach Dänemark veräußerten Hakon von Haithabu (Birger Jörgensen), der mit Sandsturm (Michael Nimczyk) einen harten Strauß um die Führung ausfocht, bevor er nach 500 Metern endlich ins Kommando kam. Während sein Landsmann eine Runde vor dem Ziel in seinem Rücken unvermittelt ansprang, kämpfte sich der von Bernd Brodersen gezüchtete Here comes Joey-Sohn als 26:10-Favorit gegen den vehement, aber letztlich vergeblich attackierenden Attila (Rene Kjaer) in 1:14,8 / 2500 Meter ins Ziel. Anton Tinghöj (Steen Juul) sprintete aus hinteren Regionen noch auf Rang drei.

Im dritten Anlauf platzte - drei Tage vor seinem 32. Geburtstag - endlich der Knoten bei Michael Nimczyk. Mit der zuletzt schon in Gelsenkirchen enorm imponierenden Goldy Stardust fand der »Goldhelm« nicht schnell genug auf die Beine, lag durch den ersten Bogen im zweiten Paar außen, wollte dann gegenüber an der fliegend eingetretenen Dizzy Broad (Björn Goop) vorbei an die Spitze - und wurde von Uncertain Age (Christoffer Eriksson) klassisch ausgekontert. So musste die Quick Wood-Tochter, die erstmals gegen Pferde dieses Kalibers antrat, den Rest des Weges in der »Todesspur« zubringen.


Eingangs zum Schlussbogen erhöhte Nimczyk den Druck auf die Pilotin, kam mit Beginn der Zielgeraden in einen Vorteil und schaffte es schließlich mit viel Kampfgeist, zunächst die nachsetzende Indoor Voices (Ulf Ohlsson) abzuwehren, bevor der Pfosten rechtzeitig stand, um auch die gefährliche Schlussattacke von Mulligan (Thomas Uhrberg) mit minimalem Vorteil in 1:13,0 / 2000 Meter auszustehen. 100.000 dänische Kronen (13.430 Euro) wanderten auf das Konto der Fünfjährigen bzw. auf das von Nimczyks Onkel Hans Brocker. Zudem qualifizierte sich das Team für das Finale des »Summer Meeting Mares«.

Erstklassig schnitt mit Voyage d´Amour (Mike Lenders) das Pferd mit der längsten Anreise ab. In der Klass II musste die Schwarzer Steward-Siegerin, bekanntlich in der Normandie zu Hause, mit der »12« aus Reihe zwei beginnen, erschien aber schon ausgangs des ersten Bogens an fünfter Position, nachdem einige Teilnehmer, darunter auch Wildcat Hanseatic (Björn Goop), sich in der Anfangsphase selbst eliminiert oder entscheidend gehandicapt hatten.


Im Rücken des Favoriten Patronus (Peter Ingves) fand die gleichfalls von Quick Wood abstammende Vierjährige in der Folge ein optimales Rennen vor, wurde von Mike Lenders im Scheitel des Schlussbogens gebracht und scheiterte schließlich nur an dem Start-Ziel nicht anzutastenden Early Pactol (Johan Untersteiner), der sich auf der Mitteldistanz um fast zwei Sekunden auf 1:14,2 verbesserte. Voyage d´Amour durfte immerhin 47.500 Kronen (ca. 6.380 Euro) mit auf die Heimreise nehmen und ist für das Divisionsfinale am 26. Mai in Solvalla qualifiziert.

Alles, was sie im Vorfeld versprochen hatte, hielt die Vierjährigen-Elite, die sich als Revanchepartie für das 122. Deutsche Traber-Derby präsentierte, waren doch mit dem damaligen Sieger Tsunami Diamant (Robin Bakker), seinem »runner up« Flying Fortuna (Christoffer Eriksson), dem als Favorit gescheiterten Portland (Björn Goop) und Gestüt Lasbeks Mac Smily (Peter Ingves) das »Beste vom Besten« unter Deutschlands Vertretern der Generation 2014 am Start.

Die Anfangsphase war »mörderisch«, Mac Smily, Portland und Flying Fortuna »fetzten« sich regelrecht um die Führung, die etwas überraschend der Lasbeker behaupten konnte. Björn Goop parkte nach 450 Metern ein, Christoffer Eriksson brauchte länger, bis er eine Lage fand, und Robin Bakker hielt Tsunami Diamant zunächst aus allem heraus. Vor den Tribünen attackierte Spickleback Face (Robert Bergh), und Goop sah sich gezwungen, den Jauß-Hengst nach außen zu dirigieren, um nicht eingeschlossen zu werden. Aus dieser Lage begleitete der 18:10-Favorit, der aus einer sechswöchigen Pause kam, Mac Smily bis Ende der Gegenseite, wo sich auch Tsunami Diamant langsam bemerkbar machte.


Ab Mitte des Schlussbogens waren Portland und der Derbysieger unter sich, doch so sehr sich Bakker auch rührte, der zweifache Vincennes-Sieger bot ihm nicht den Hauch einer Chance zu einer ernsthaft gefährlichen Attacke. In 1:12,2 / 2000 Meter hatte er im Ziel eine gute Länge Vorsprung auf »Tsunami« (12,3), der sich kaum weniger stark verkaufte. Aus dem Feld holte sich Husse Boko (12,7 / Joakim Lövgren) Rang drei vor Spickleback Face (12,7), dahinter verlor Flying Fortuna (12,9) das fünfte Geld knapp an Close to Heaven (12,9 / Birger Jörgensen). Der erschöpfte Mac Smily war ausgangs des Schlussbogens ausgefallen.

ERGEBNIS

Sonntag, 13.05.2018
Kopenhagen / Dänemark
Uncle Lasse Fyraaringseliten
256.000 Dkr - 2000 m - Autostart
Vierjährige aller Länder

1.PortlandBjörn Goop1:12,218
2.Tsunami DiamantRobin Bakker1:12,330
3.Husse BokoJoakim Lövgren1:12,7105
4.Spickleback FaceRobert Bergh1:12,7112
5.Close To HeavenBirger Jörgensen1.12,91185
6.Flying FortunaChristoffer Eriksson1:12,9151
7.ChablisSteen Juul1:13,2534
8.Speedy FaceThomas Uhrberg1:13,3153
9.Summer WeinUlf Ohlsson1:13,9999
10.CointreauPauli Andersen1:14,4999
11.Quality FighterJan Dahlgaard1:15,7999
 Mac SmilyPeter Ingvesd.r.294

Portland - 4j. H. v. Ganymede a.d. Eiffel Bi v. Sugarcane Hanover
Sieg: 18:10 - Platz: 12 - 13 - 17:10 - Zwilling: 31:10 - Dreierwette: 249:10

Der nach Experten-Meinung endlich einmal »fällige« Trinity Lux holte sich den Lauf der Silverdivisionen. Wilhelm Paal setzte mit dem Italiener gleich am Start alles auf eine Karte, bedrängte Global Republic (Per Oleg Midtfjeld) durch die erste Kurve und gelangte eingangs der ersten Überseite schließlich auf den »Platz an der Sonne« - allerdings nur für ein paar Augenblicke, dann ließ er den Norweger wieder vorbei.

In der Folge ließ sich der Deutsche zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen, auch nicht, als Racing Mange (Joakim Lövgren) und Bullyoung (Robert Bergh) kurz vor Beginn der Schlussrunde in äußerer Spur »Programm« zu machen versuchten. Als Letzter 600 Meter vor dem Ziel ruckartig den »Anker« warf und ausfiel, schlüpfte Trinity Lux von der Innenkante weg an die Seite des in Schweden geborenen Piloten, löste ihn zu Beginn der Zielgeraden an der Spitze ab und hatte in starken 1:11,4 / 2000 Meter gerade noch genug »Sprit im Tank«, um Peter Untersteiners beständig in seinem Windschatten liegenden Springover mit einer »Nase« in Schach zu halten.


Global Republic (11,5) war hinter seinem Landsmann (11,4) bis zum Pfosten dicht dabei, während zu Shotproof (11,8 / Flemming Jensen) und Onceforallface (11,9 / Jeppe Juel) auf den nächsten Plätzen schon eine deutlich Lücke klaffte. Am Toto gab es für Trinity Lux, der in den letzten Partien häufig wegen schlechter Nummern oder unpassenden Rennverlaufs unter Wert geschlagen war, lukrative 89:10, dem Konto der Besitzer wurden 125.000 dänische Kronen (ca. 16.788 Euro) gutgeschrieben. - (cw)

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