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15. APR 2018

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Den Favoriten eins ausgewischt

Zwei Mal 120.000 Euro lagen für einheimische Sprinter an diesem ganz normalen Samstag-Nachmittag bereit.

Die Angebote galten über jeweils 2175 Meter für Hengste und Stuten der dreijährigen Satteltraber sowie die der Generation 2013, die vor dem Wagen geprüft wurden. Keine Angst vor großen Namen bzw. den Schwergewichten ihrer Generation zeigte Délia du Pommereux, sie untermauerte im Prix Henri Levesque den »Schliff«, mit dem der Stall um Sylvain Roger seit einem halben Jahr glänzt. Nach vier Siegen der Kategorie III gelang der enorm zuverlässig gewordenen Niky-Tochter, die in den letzten sechs Monaten durchweg in Gruppe-Prüfungen unterwegs und bis auf eine Ausnahme immer auf dem Treppchen gelandet ist, endlich der erste halbklassische Sieg.

Und das gegen Cracks wie den längst nicht mehr den Punch früherer Jahre bietenden Millionär Django Riff und Draft Life sowie nach einem Lauf auf dem zweiten Kilometer mit der Nase im Wind der Außenspur, nachdem sich Django Riff im zweiten Anlauf endlich an die Spitze gesetzt hatte. Der Schützling Philippe Allaires, der mit dem ersten Versuch am erbitterten Widerstand von Dragon des Racques gescheitert war, hatte durch den Bogen von Joinville gemeinsam mit dem in dritter Spur aufrückenden Dreammoko gedrückt, was das Zeug hielt. Erst war der wie gewohnt höchst aufwändig vorgetragene Westerink-Schützling vorbei, dann endlich durfte »Django« in Front.

Die Hände rieb sich bei dieser Hatz Eric Raffin, der mit Draft Life hinter »Délia« ideal postiert war und Détroit Castelets, Dubaï d´Essarts sowie Don Diego Gwen hinterher zog. Trotz »Todesspur« dachte Délia du Pommereux keinen Moment daran, klein beizugeben, als es in die Entscheidung ging. Mit viel Verve rang sie Django Riff nieder, und auch die sonst so spurtgewaltige Draft Life stellte überraschenderweise keine Gefahr dar. Weit gefährlicher als die sich mit Ach und Krach zu Platz drei durchbeißende mehrfache klassische Siegerin war der sich zwischen den Beiden groß in Szene setzende Dragon des Racques, den die letztlich sicher siegende Roger-Stute jedoch sicher um eine Länge auf Distanz hielt.


Pechvogel Gabriele Gelormini saß mit ziemlich vollen Händen hinter dieser Wand von Pferden fest und musste mit vollen Händen zusehen, wie ihm weit außen Détroit Castelets auch noch die fünfte Prämie vor der roten Nase wegschnappte. Mit 1:11,6 verfehlte die stolze Siegerin den im letzten Jahr von Carat Williams auf 1:10,8 gedrückten Rennrekord recht deutlich - kein Grund für Sylvain Roger, mit seiner nunmehr 523.350 Euro reichen Musterschülerin unzufrieden zu sein. »Sie verkaufte sich sehr, sehr stark durch die Todesspur. Wiedersehen werdet ihr sie erst im Juni oder Juli, wenn die Vorbereitung fürs Critérium des 5 Ans beginnt«, strahlte der 45-Jährige.

ERGEBNIS

Samstag, 14.04.2018
Vincennes / Frankreich
Prix Henri Levesque
120.000 € - 2175 m - Bänderstart
Fünfjährige inländische Stuten & Hengste, mindestens 54.000 €

1.Délia du PommereuxSylvain Roger1:11,671
2.Dragon des RacquesAlexandre Abrivard1:11,8190
3.Draft LifeEric Raffin1:11,827
4.Django RiffYoann Lebourgeois1:11,844
5.Détroit CasteletsMatthieu Abrivard1:11,891
6.DreammokoGabriele Gelormini1:11,8250
7.Dubaï d´EssartsFrançois Lagadeuc1:12,078
8.Discours JoyeuxAnthony Barrier1:12,1390
9.Don Diego GwenPierre Houel1:12,3380
10.Déesse des LandesLaurent-Michel David1:12,4200
 Dragon du FresneLéo Abrivardd.r.560

Délia du Pommereux - 5j. St. v. Niky a.d. Noune du Pommereux v. Halimède
Sieg: 71:10 - Platz: 18 - 30 - 14:10 - Zwilling: 394:10
Drilling: 291:10 - Dreierwette: 1.988:10

Furioser Fado

Gab es einen »Tipp des Tages«, so hieß der im Prix Hémine für die Satteltraber der Generation 2014, die zum dritten Mal in ihrer Laufbahn und zum ersten Mal nicht nach Geschlechtern getrennt um 120.000 Euro unterwegs waren, sicher Ferreteria. Vier Mal war die aus dem Imperium von Jean-Pierre Dubois stammende Braune gesattelt worden, und ebenso oft mit der Siegprämie heimgekehrt. Kein Wunder, dass die wie immer mit Matthieu Abrivard liierte Tochter des grandiosen Monté-Vererbers Goetmals Woods nur für schmale 17:10 zu haben war.

Der 32-Jährige, dem eine Stunde zuvor mit Charmeuse Royal der 2.000 Treffer der Karriere gelungen war, hatte jedoch gegen einen entfesselten Fado du Chêne nicht den Hauch einer Chance, das dritte Sieg-Tausend zu eröffnen. Paul-Philippe Ploquin ließ den Singalo-Sohn, der von seinen vier Monté-Aufgaben nur das Rendezvous mit Ferreteria verloren hatte, im »Arlington-Dream-Stil« weit außen die Startgerade herunterknattern.

Eingangs zum Bogen von Joinville war er endlich an der Innenkante angelangt - selbstverständlich in Front vor Fandango Norman, Ferreteria sowie den bald Kontakt findenden Flore de Janeiro und Fiorella de Ted. Nach 1:11,5 für die ersten 675 Meter ließ es Ploquin auf dem folgenden Kilometer deutlich ruhiger angehen. Müde war der Braune mit der schmalen Blesse jedoch keinesfalls, denn an der Einmündung der kleinen Bahn ging die Show erst richtig los. Ein kräftiger Tritt aufs Gaspedal - im Nu spritzte der Schützling Julien Le Mers auf 20 Meter weg und gab von diesem Vorsprung keinen Meter mehr preis.


Allein auf weiter Flur, kreuzte er 13 Längen vor Ferreteria die Linie, die nicht nur keine Siegchance hatte, sondern sich mächtig am Riemen reißen musste, um gegen Flore de Janeiro den Ehrenplatz festzuhalten. Weitere sieben Längen später strich Fiorella de Ted den vierten Scheck ein, und weil es in Frankreich kein Zeitlimit gibt, bekam die um eine kleine Ewigkeit abgehängte Fiona d´Atout fürs bloße Durchkommen stolze 6.000 Euro gutgeschrieben. Der Rest hatte sich früher oder später aus der Partie gesprungen.
Trotz starker 1:13,3 blieb Fado du Chêne klar unter dem Rennrekord Vanishing Points, der 2012 nach 1:12,6 zu Hause war. »Ein beeindruckender, ein toller Typ - ich kann mich nur immer wieder bedanken, dass mir solch ein Pferd anvertraut worden ist«, sprudelte es aus Ploquin heraus, der mit seinen 24 Jahren bislang selten im Licht der Öffentlichkeit stand. - (mw)

ERGEBNIS

Samstag, 14.04.2018
Vincennes / Frankreich
Prix Hémine
120.000 € - 2175 m - Bänderstart - Reiten
Dreijährige Stuten & Hengste, mindestens 10.000 €

1.Fado du ChênePaul Philippe Ploquin1:13,338
2.FerreteriaMatthieu Abrivard1:13,917
3.Flore de JaneiroAnthony Barrier1:13,9160
4.Fiorella de TedEric Raffin1:14,5200
5.Fiona d´AtoutDavid Thomain1:17,6210
 Fascinoso de LouLéo Abrivardd.r.640
 France BrésilAlexandre Abrivardd.r.250
 Fandango NormandJulien Raffestind.r.740
 FiaschettoMathieu Daougabeld.r.380
 First DaidouRomain Derieuxd.r.120

Fado du Chêne - 3j. H. v. Singalo a.d. Star du Chene v. Coktail Jet
Sieg: 38:10 - Platz: 13 - 11 - 17:10 - Zwilling: 22:10
Drilling: 72:10 - Dreierwette: 474:10

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