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13. MRZ 2018

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Der »alte Hai« beißt noch mal zu

Alter schützt vor Siegen nicht - dieses Motto steht seit längerem über der Karriere des 2008 von Heinrich Platvoet im münsterländischen Ascheberg gezüchteten Shark Attack, der seit nunmehr dreieinhalb Jahren unter der Regie seines »Schwiegersohnes« Mario van Dooyeweerd seinen »Geschäften« in Frankreich nachgeht - und das mit einigem Erfolg.

Lieblings-Arbeitsgebiet des Wallachs ist der dortige Südwesten, und dorthin hatte es ihn, der sich am 3. und 30. Dezember 2017 mit den Plätzen zwei und sechs sehr achtbar aus zwei Vincennes-Affären gezogen hatte, mal wieder verschlagen. Auf dem von kräftigen Regenschauern durchweichten 1525 Meter langen Rechtskurs von Bordeaux-Le Bouscat war das Hauptereignis der acht Rennen umfassenden Nachmittag-Veranstaltung das Ziel des Zehnjährigen.

Im mit 40.000 Euro dotierten Grand Prix Dynavena Maisagri Duran für Fünf- bis Zehnjährige, die noch keine 350.000 Euro gewonnen hatten, musste der »alte Hai« - gemeinsam mit fünf weiteren Teilnehmern - 25 Meter Zulage auf zwölf an der 2650 Meter-Marke beginnende Kontrahenten wettmachen, was ihm mit einem zügigen Start blendend gelang. Im ersten Bogen an dritter Position der dritten Spur hinter dem aus dem ersten Band am Start einige Schwierigkeiten offenbarenden Comte du Vivier untergekommen, koppelte er sich bei dessen Angriff an, als es das erste Mal am Publikum vorbeiging. Der bei 50:10 notierte Gegner konnte zu Beginn der Schlussrunde Universal Cat zwar das Kommando abjagen, doch drückte van Dooyeweerd gleich darauf das Gaspedal kräftig weiter durch, trieb den neuen Anführer in der zweiten Kurve in eine heftige Galoppade und zog im Nu auf 20 Meter davon.

Bei drei Längen Vorsprung zu Beginn der Zielgeraden schien der April Victory-Sohn einem sicheren Sieg entgegen zu streben, zumal sein ärgster Verfolger, Cash Pride, keine entscheidenden Reserven zu mobilisieren vermochte. Eng wurde es für den Wallach dann doch noch - jedoch nicht durch den von Matthieu Abrivard konsequent im vorderen Mittelfeld versteckten Top-Favoriten Diego Sautonne. Der mit fünf Jahren Jüngste des 18er-Feldes, der bis auf ein paar Euro genau ins erste Band gepasst hatte und mit dem frischen Ruhm eines dritten Rangs in einer Vincenner Gruppe II-Prüfung hinter Davidson du Pont und Django Riff, aber vor Cracks wie Discours Joyeux und Doberman zum 20:10-Favoriten gekürt war, blieb Vieles schuldig und rettete mit Ach und Krach Platz drei.

Als viel gefährlicher entpuppte sich Aribo Mix, dem Dominik Cordeau 250 Meter vorm Pfosten aus dem Mittelfeld spektakulär Beine machte. Ganz reichte es für den Achtjährigen nicht. Shark Attack behielt unter einigen Hilfen seines Steuermanns die Fäden sicher mit einer halben Länge Vorteil in der Hand. »Durch« zu seinem achten Frankreich-Sieg war er damit nicht, sondern musste erst eine der gefürchteten Gangart-Überprüfungen überstehen, bis der mit 18.000 Euro größte Happen seiner gesamten Laufbahn im Kasten war. Bei dem anspruchsvollen Geläuf waren die 1:14,5 aller Ehren wert, die für den bei 117:10 notierten, nunmehr 238.058 Euro »schweren« Braunen protokolliert wurden.

»Ich hatte Diego Sautonne wesentlich stärker eingeschätzt und wollte es einfach mal mit einem Tempolauf versuchen, nachdem ich mit Shark Attack so gut zu liegen kam. Eigentlich sollte dieses Rennen nur ein Muntermacher für Beaumont-de-Lomagne sein, und ich spekulierte wegen der Zulage lediglich auf ein besseres Geld. Der Sieg ist natürlich noch schöner. Trotz seiner zehn Jahre hat er noch ganz schön Haare auf den Zähnen«, analysierte van Dooyeweerd. Im angesprochenen Match auf dem 190 Kilometer südöstlich von Bordeaux gelegenen kleinen Rechtskurs darf Shark Attack am 21. März »zur Belohnung« aus dem ersten Band auf Prämienjagd gehen. - (mw)

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