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12. FEB 2018

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Bélina Josselyn im nächsten Wimpernschlag-Finish

Für Herzkranke und Nervenschwache sind die Großereignisse dieses Vincenner Winters schieres Gift, für die sonstigen Freunde des Sulkysports mitreißende Spektakel, bei denen bis zum letzten Meter alles offen ist.

Das gipfelte im Prix d´Amérique wie bekannt in einem epischen Duell zwischen Readly Express und Bold Eagle, bei dem der »Adler« nach heroischem Fight den Kürzeren zog, und war im Prix de France nicht anders. Mit der Ausnahme, dass in Abwesenheit des Amérique-Triumphators aus dem Zwei- ein Dreikampf wurde und Bold Eagle beim fünften Versuch in diesem Meeting (und beim sechsten in Folge) ebenso häufig mit dem Ehrenplatz vorliebnehmen musste. Das ist vielleicht sportlich für das Besitzer-Konsortium um den überaus ambitionierten »Mastermind« Pierre Pilarski ein kleines Debakel, finanziell jedoch sicher nicht: Bislang klingeln 440.000 Euro in der Kasse von Ready Cashs bestem Nachkommen, der aufgekratzt wie selten zuvor die dieses Mal in ordentlichem, wenngleich nicht optimalem Zustand befindliche Piste betrat und bis zum Start zahlreiche Bocksprünge und andere Aktionen drauf hatte, die seinen Fans Schweißperlen auf die Stirn trieben.

Ein Vollprofi wie er weiß jedoch, wann er sich zu benehmen hat: Kaum setzte sich das Startauto in Bewegung, vergaß er alle Flausen, lag wie ein Brett und stiefelte in gewohnter Manier los. Den dritten Sieg in dieser ersten Revanche zum »Amérique« vermasselte ihm nicht der zum härtesten Gegenspieler erkorene Propulsion - die Favoritenbürde wechselte zwischen ihnen hin und her und fiel letztlich dem Amerikaner aus Schweden mit 25:10 gegen jene 27:10 Bold Eagles zu -, sondern Bélina Josselyn. Man kann vor ihrem Herrn und Meister Jean-Michel Bazire nur den Hut ziehen. Er hat die dritte Kraft des Wettmarkts nach der ausgiebigen Sommerfrische wie angekündigt perfekt auf die Winter-Höhepunkte vorbereitet. Die ersten etwas mauen Ergebnisse seiner eleganten roten Lady mit dem kleinen sichelförmigen Stern in den vier Vorprüfungen hatte er mit einem Achselzucken kommentiert und all die Zweifler und Hasenfüße schon im Prix d´Amérique eines Besseren belehrt.

Erstmals in diesem Winter ohne Eisen unterwegs, war sie als Vierte eingekommen und trat zwei Wochen später erneut rundum barfuß auf der von ihr nicht unbedingt geliebten 2100 Meter-Distanz an. Wie er die wie gewohnt sehr behäbig in die Gänge kommende Love You-Tochter dann, stets im hinteren Mittelfeld und damit deutlich hinter der Spitze, taktisch geschickt durchs turbulente Gefecht manövrierte und an Ort und Stelle war, als es darauf ankam, war allein das Eintrittsgeld wert. Bold Eagle, der das Kommando im Bogen von Joinville übernommen hatte, und der einige 100 Meter weiter an seiner Seite aufgezogene Propulsion, beharkten sich im Einlauf wie die Kesselflicker, außen rückte Bélina Josselyn mit jedem Schritt näher. Genau auf der Linie war sie am dieses Mal ohne ziehbare Klappen aufgebotenen Bold Eagle vorbei und verschaffte Bazire nach Exploit Caf 2008 (für Fabrice Souloy) den zweiten Eintrag im Geschichtsbuch auf Fahrer- und ersten auf Trainer-Seite.

Den Glückstag von Züchter und Besitzer Yves Bertrand rundete die ins dänische Gestütbuch eingetragene Uza Josselyn ab. Die ebenfalls 2011 von ihm gezüchtete Braune holte für die Farben der Schweizer Familie Aebischer von ganz hinten tief Luft und mit feinem Endspurt Rang sechs. Den Dritten, Propulsion, als Verlierer zu bezeichnen wird, dem prächtig kämpfenden Muscle Hill-Sohn, der bergauf früh die Nase in den Wind der zweiten Spur halten musste, nicht gerecht. Letztlich fehlte der Speerspitze der drei Redén-Musketiere nur ein »Hals«, um Örjan Kihlström nach Naglo (2004 und 2005) den dritten Triumph in diesem Klassiker zu bescheren.

Obwohl enormes Feuer in der Partie war, reichte es im elften Anlauf wieder nicht, den Renn- und Bahnrekord von Kool du Caux aus dem Jahr 2007 zu kippen. Der an vielen Stellen - insbesondere in äußeren Spuren - noch sehr klebrigen Piste war es zuzuschreiben, dass Bélina Josselyn mit 1:10,2, der zweitschnellsten Siegzeit aller Zeiten, die Bestmarke des damals von Franck Nivard gesteuerten Schwarzbraunen um 0,4 Sekunden verfehlte. Dafür bescherte sie dem schwachen Geschlecht nach 15 Jahren pünktlich zum »Défi des Misses«, dem Besuch und Wettkampf von fünf »Miss France« der letzten Jahre, mal wieder ein Erfolgserlebnis. Die letzte Stute, die den Prix de France hatte an ihre Fahne heften können, war 2003 Schwedens Derby-Siegerin Hilda Zonett.

Zudem ist diese Bélina Joselyn mal wieder ein signifikantes Beispiel, wie sich Geduld mit jungen Pferden auszahlen kann. Erst am 26. August 2015 und damit noch später als Bold Eagle stieg sie im Prix Guy Le Gonidec ins große Geschäft der sechsstellig dotierten Prüfungen ein, und das mit einer »roten Karte«. Da hatte sie 130.330 Euro auf der hohen Kante - ein Klacks im Vergleich zu Altersgefährten wie Brillantissime, Billie de Montfort, Bird Parker, Booster Winner und auch schon Bold Eagle. Der zweite »Hieb« auf diesem Niveau am 12. Dezember saß dann perfekt, und nun steht die extrem auf die Hand Bazires zugeschnittene Lady mit 18 Siegen aus 52 Versuchen und 1.443.230 Euro blendend da. Ganz einfach war sie jedoch nie zu steuern, wie 13 Disqualifikationen ausweisen.

Der Rennverlauf

Aus dem Kampf ums erste Kommando schälte sich Timone EK als »Sieger« heraus gegen Wild Honey, die ihn nach 300 Metern ablöste, Billie de Montfort, die in zweiter, und Bold Eagle, der in dritter Spur hängen blieb. Im Scheitel des Bogens von Joinville drückte Nivard das Gaspedal bis zum Anschlag durch und zog ohne sonderliche Gegenwehr Wild Honeys, die damit wider Erwarten keine »Wasserträger-Aufgaben« für Stallkamerad Propulsion erfüllte, zu Beginn der Überseite in Front. Innerer Vierter war somit der am Start etwas wackelnde Traders vor Anna Mix, Val Royal und Vivid Wise As. Propulsion fand hinter der die Außenspur anführenden Billie de Montfort einen idealen Platz vor Ringostarr Treb, Bélina Josselyn, Call Me Keeper, Briac Dark, Uza Josselyn und Booster Winner, der von ganz außen sofort zurückgenommen worden war.

Bei einem ersten Kilometer von 1:08,9 lag der »Adler« prächtig in Nivards Hand. Weil Billie de Montfort keinerlei Anstalten machte, zu ihrem Trainingsgefährten aufzuschließen, sondern neben Timone EK verharrte, sah sich Örjan Kihlström 900 Meter vor dem Ziel genötigt, in Spur drei zu wechseln. Sofort hängten sich Ringostarr Treb, Bélina Josselyn, Briac Dark, Uza Josselyn und Booster Winner an, so dass der Pulk noch kompakter in die letzte Kurve bog. An der Einmündung der kleinen Bahn war der Muscle Hill-Sohn endlich an Billie de Montfort vorbei und rückte allmählich zu Bold Eagle vor, hinter dem sich Nivard aufreizend lässig nach eventuellen Gegnern umsah. So gut, wie sein Partner dort noch am Gebiss stand, musste er sich vorerst keine Sorgen machen und bog mit einer Länge Vorsprung auf die Zielgerade. Dort wurde rasch klar, dass Ringostar Treb für einen Stockerl-Platz nicht mehr in Frage kommen würde, und zugleich sah Bold Eagle längst nicht mehr so souverän aus.


Es wurde ein hartes Stück Arbeit für ihn, denn Propulsion rückte ihm mit jedem Schritt näher auf den braunen Pelz. Hielt er diesen Angreifer mit Ach und Krach und um einen »Hals« in Schach, so kam ihm Belina Josselyn auf den verflixten letzten 50 Metern wesentlich bedrohlicher an die Gurte. Nach Augenschein sah es zunächst auch so aus, als habe er die wie eine Löwin kämpfende Füchsin gerade so abgewimmelt, doch sprach das Zielfoto eine andere Sprache: Um ein paar Zentimeter hatte Bazire sie vorbeigezwungen. Den Triumph des galaktischen französischen »B«-Jahrgangs machte Briac Dark perfekt. Mit dem von Thierry Duvaldestin nach ewiger Pause wieder prächtig in Schuss gebrachten Prince Gédé-Sohn versuchte sich Matthieu Abrivard innen entlang und schnappte zwei Längen hinter den großen Drei Ringostarr Treb die vierte Prämie haarscharf weg. J

Jerry Riordans Italiener dürfte damit nach vielen unglücklichen Vorstellungen seinen Frieden mit diesem Meeting gemacht haben und war zugleich Bester seines Landes. Hinter der von ganz hinten prächtig spurtenden Uza Josselyn und der innen ordentlich durchziehenden Wild Honey musste Traders als Erster der »Brotlosen« erkennen, dass eine Woche Regeneration nach dem Prix de l´Île de France selbst rundum »barfuß« zu wenig sind, sich von diesen Strapazen zu erholen. Außer in der Startphase hatte Timone EK, an dem mit Vivid Wise As gar der mit vier Jahren jüngste der 15 Aspiranten vorbeilief, keine Szene, als es galt, die Ärmel hochzukrempeln.

Sébastien Guarato: »Es ist schon ein bisschen tragisch - Bold Eagle entwickelt sich zum Poulidor des Meetings (Raymond Poulidor - der ewige Zweite der Tour de France, der sie nie gewinnen konnte / Anm.d.Red.). Bergauf hatte ich das Gefühl, er stünde über dem Feld. Aber es gibt nichts zu mäkeln - er hatte genau das Rennen, das wir uns ausgedacht hatten, und erneut erstklassig geliefert. Die paar Zentimeter, die gefehlt haben, sind einfach Pech«.

»Das ist die Krönung des für mich so erfolgreichen Meetings«, grinste Jean-Michel Bazire bei der Siegerehrung inmitten der fünf »Miss France«, »über den Rennverlauf kann ich mich nicht beschweren. Alles klappte vorzüglich, und es war viel Tempo im Spiel, was Bélina entgegenkommt. Im Einlauf driftete sie etwas nach innen, und ich war mir nicht sicher, ob ich gewonnen hatte. Sie ist eine unglaubliche Kämpferin und hat mir heute vor dem Heat besser gefallen als beim Prix d´Amérique. Das Sahnehäubchen: Ein Sieg im Prix de France hat mir in meiner Trainerkarriere noch gefehlt!«

Hochzufrieden war Örjan Kihlström mit dem Laufen von Propulsion - mit dem Ergebnis weniger: »Er hat alles gegeben. Unterliegt man derart knapp, hadert man immer ein wenig mit dem Schicksal. Aber wir waren reell bezwungen von zwei absoluten Könnern, und ich wüsste nicht, wo wir die entscheidenden Zentimeter verschenkt hätten. Ich musste etwas früh aus der Deckung. Vermutlich hat dies über Sieg oder Niederlage entschieden «.


Das Video des Rennens sehen Sie hier.

ERGEBNIS

Sonntag, 11.02.2018
Vincennes / Frankreich
Grand Prix de France
400.000 € - 2100 m - Autostart
4j. bis 10j. aller Länder, mindestens 160.000 €

1.Bélina JosselynJean-Michel Bazire1:10,265
2.Bold EagleFranck Nivard1:10,327
3.PropulsionÖrjan Kihlström1:10,325
4.Briac DarkMatthieu Abrivard1:10,4340
5.Ringostarr TrebGabriele Gelormini1:10,4490
6.Uza JosselynAlexandre Abrivard1:10,7430
7.Wild HoneyBjörn Goop1:10,8740
8.TradersYoann Lebourgeois1:11,091
9.Call Me KeeperDaniel Redén1:11,11130
10.Vivid Wise AsEric Raffin1:11,81210
11.Billie de MontfortDavid Thomain1:11,8600
12.Booster WinnerJean-Philippe Monclin1:11,81870
13.Anna MixPierre Vercruysse1:11,8850
14.Timone EKEnrico Bellei1:11,9610
15.Val RoyalCharles Julien Bigeon1:12,21990

Belina Josselyn - 7j. St. v. Love You a.d. Lezira Josselyn v. Workaholic
Sieg: 65:10 - Platz: 15 - 11 - 12:10 - Zwilling: 72:10
Drilling: 35:10 - Dreierwette: 572:10

»Tipp des Tages« unantastbar

Der zweite Klassiker des Nachmittags richtete sich an vier- bis sechsjährige Satteltraber. Seit 2014 erhalten die Vierjährigen im Prix des Centaures um 240.000 Euro nur mehr 25 statt wie zuvor 50 Meter Vorgabe - allerdings bei von 2700 auf 2200 Meter verkürzter Strecke. Trotz des üppig eingedeckten Gabentischs hatten sich lediglich acht Interessenten bereitgefunden, von denen der nach zwei Fehlstarts immer ungebärdiger werdende Captain Sparrow von Yoann Lebourgeois entnervt zurückgezogen wurde. Da waren es nur noch sieben, von denen jeder bei unfallfreiem Durchkommen mit einem üppigen Scheck belohnt worden wäre.

Daytona Jet und Catalogne schlugen dieses großzügige Angebot bereits am Start aus, und als auch noch der zeitig in Front gezogene Chablis d´Herfraie im Schlussbogen vom »Windzug« der vorbeirauschenden Draft Life aus dem Takt gepustet wurde, konnte der Veranstalter die Prämien fünf bis sieben und somit immerhin 19.200 Euro im Vereinssäckel belassen. Für die über Winter extrem sparsam eingesetzte Zweite des Critérium Continental und des Prix de Cornulier war diese Aufgabe ein gemachtes Bett. Das sahen die »turfistes« genauso, die die Ubriaco-Tochter bei 15:10 zum »Tipp des Tages« kürten.

Gleichwohl spannte Eric Raffin sie reichlich auf die Folter, versteckte die Braune hinter Chablis d´Herfraie an der Innenkante und hatte Elladora de Forgan, die nur kurz von ihren 25 Meter Vorgabe profitierte, Dragon du Fresne und Cyprien des Bordes außen neben sich. Als der 36-Jährige 300 Meter vor dem Ziel Ernst machte, fiel die Entscheidung umgehend. Von Chablis d´Herfraies Aussetzer war schon die Rede, aber auch ohne dessen Lapsus wäre Draft Life für den zehnten Volltreffer nicht aufzuhalten gewesen.


Auf sieben Längen brauste sie davon, war mit ihren 1:11,5 gar nicht so weit vom Rennrekord Athéna de Vandels entfernt, die 2016 in blanken 1:11 um 108.000 Euro reicher wurde, und hat nach 26 Starts üppige 879.570 Euro für Züchter, Trainer und Besitzer Louis Baudron gescheffelt. Raffin verewigte sich nach den Erfolgen mit Orélie de Retz (2006) und Booster Winner (2015) zum dritten Mal auf der gefragten Ehrentafel.

Dragon du Fresne war der Einzige, der ihr bei ihrem explosiven Antritt halbwegs auf den Fersen zu bleiben vermochte, doch wühlte sich der körperlich recht kleine Schützling der Abrivards auf dem klebrigen Untergrund regelrecht fest und wurde auf bleischweren Beinen für den Ehrenplatz vom massigeren Cyprien des Bordes leicht und locker abserviert.

ERGEBNIS

Sonntag, 11.02.2018
Vincennes / Frankreich
Prix des Centaures
240.000 € - 2200 m - Bänderstart - Reiten
Vier- bis sechsjährige Stuten & Hengste, 25 Meter Vorgabe für Vierjährige

1.Draft LifeEric Raffin1:11,515
2.Cyprien des BordesJean-Loïc Claude Dersoir1:12,059
3.Dragon du FresneAlexandre Abrivard1:12,495
4.Elladora de ForganFranck Nivard1:13,5130
 Daytona JetAudrey Laroched.r.320
 Chablis d´HerfraieDavid Thomaind.r.120
 CatalogneMathieu Mottierd.r.110
-NS-Captain Sparrow   

Draft Life - 5j. St. v. Ubriaco a.d. Maflymède v. Ganymede
Sieg: 15:10 - Platz: 11 - 13 - 14:10 - Zwilling: 34:10
Drilling: 61:10 - Dreierwette: 149:10

Comeback mit Hurra

»Sie ist ein Klassepferd mit einem wahnsinnigen Endspurt. Unglaublich, wie sie das Critérium des 4 Ans gewonnen hat. Sie gehört meiner Meinung nach zu den besten Vier des Jahrgangs«, hatte Sébastien Guarato bei der Vorschau auf das Meeting über Darling de Reux verlauten lassen. Doch dann ging die Prodigious-Tochter im erklärten ersten Ziel des Winters, dem Critérium Continental, beim Rentrée aus der Sommerfrische in der »Todesspur« regelrecht unter. Es folgte der Wechsel zu Laurent-Claude Abrivard, der sie im Prix Jean Le Gonidec für einheimische fünfjährige Stuten erstmals vorstellte - und wie!

Die Braune sprühte nur so vor Tatendrang, fegte los wie der Blitz und war von Alexandre Abrivard kaum zu bändigen, so dass sie trotz der anspruchsvollen 2700 Meter-Strecke schon ausgangs der Tribünengeraden mit 50 Metern Vorsprung führte. Die übrigen acht, die erst von Dina Délo, bergauf von Dayana Berry und ab 600 Meter vor dem Ziel von Délia du Pommereux angeführt wurden, machten sich da noch keine sonderlichen Sorgen - diese Hetzjagd, bei der die »Tachonadel« für die quirlige Darling de Reux beständig im mittleren 1:13er Bereich zitterte, konnte nicht ewig währen. Ausgangs der letzten Biegung war sie jedoch immer noch 20 Meter voraus, und so sehr die Verfolger allmählich Morgenluft witterten, blieb der Einbruch aus.


Weil die Jäger viele Reserven hatten opfern müssen, kam der Vier-Längen-Sieg vor Délia du Pommereux, Dubaï d´Essarts und Dawana, die aus der Deckung vieles schuldig blieb, außerordentlich leicht unter Dach und Fach, und zum guten Ende fanden auch die Gangartrichter bei der angekündigten »Enquête« kein Haar in der Suppe. Abrivard junior war selbst überrascht von seiner Partnerin, denn …»im Training war sie durchweg die Ruhe selbst. Als wir eindrehten, packte sie plötzlich so stark an, dass ich sie habe laufen lassen. Ich fühlte mich ein wenig wie ein Dompteur bei der Zähmung eines wilden Tieres. An ihrer Klasse besteht kein Zweifel, daran, wie sie sich heute präsentiert hat, werden wir feilen müssen, denn so kann es natürlich nicht bleiben«. Mit dem neunten Sieg aus 18 Starts baute Darling de Reux ihr Konto auf 370.210 Euro aus. - (mw)

ERGEBNIS

Sonntag, 11.02.2018
Vincennes / Frankreich
Prix Jean le Gonidec
120.000 € - 2700 m - Bänderstart
Fünfjährige Stuten, mindestens 38.000 €

1.Darling de ReuxAlexandre Abrivard1:13,4104
2.Delia du PommereuxFranck Nivard1:13,622
3.Dubaï d´EssartsFrançois Lagadeuc1:13,841
4.DawanaJean-Philippe Monclin1:14,041
5.Deux Etoiles GédéEric Raffin1:14,2240
6.Dayana BerryJean-Michel Bazire1:14,5150
7.Diane d´HoulbecMatthieu Abrivard1:14,6600
8.Diana DéloMathieu Mottier1:14,6420
9.DalenciaDominik Locqueneux1:16,11110

Darling de Reux - 5j. St. v. Prodigious a.d. Queen Jet v. Viking´s Way
Sieg: 104:10 - Platz: 21 - 13 - 13:10 - Zwilling: 126:10
Drilling: 88:10 - Dreierwette: 871:10

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