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11. FEB 2018

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Team Goop / Nurmos unwiderstehlich

Hat sich da ein neues Dream-Team gefunden? Natürlich hat Björn Goop in seiner mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert und rund 6.600 Siege umfassenden Karriere oft genug von Timo Nurmos trainierte Traber gefahren und sie auch zu etlichen größeren Erfolgen geführt.

Momentan scheint es, als löse Schwedens zwölfmaliger Champion Jorma Kontio als dessen »Stammfahrer« ab - nicht nur wegen des Prix d´Amérique-Sieges mit Readly Express. Keine zwei Wochen nach dem »Millionending« im Pariser Südosten hefteten sich die beiden Erfolgs-Garanten in einer konzertierten Aktion Schwedens bislang wertvollstes Rennen der jungen Saison an ihre Fahnen - und das nicht dem Ergebnis, wohl aber dem Stil nach reichlich verblüffend.

Schließlich hatte Västerboonthenews im Finale der Gulddivisionen, das im Untertitel in Bulwark an einen der schwedischen Cracks der 30er und 40er Jahre und Vater der legendären Frances Bulwark erinnert, alle Vorteile auf seiner Seite. Örjan Kihlström, der das Rennglück derzeit nicht eben gepachtet hat, legte mit dem Credit Winner-Sohn von der »2« wie erwartet los wie die Feuerwehr, ein Spaziergang an die Spitze wurde es allerdings nicht für den zehnjährigen Wallach: Noch einen Tick rasanter fand B.B.S.Sugarlight in Gang, und der »Iceman« musste bis weit in den ersten Bogen einige Reserven anzapfen, um gegen den Super Light-Sohn, der die Nase schon um eine Pferde-, aber eben keine Gespannlänge vorn hatte, die Spitze zu verteidigen.

1:09,8 investierte der 18:10-Favorit für die ersten 500 Meter - dann erst war der »Platz an der Sonne« gesichert. Sollte Kevin Oscarsson sich ausgerechnet haben, hinter ihm an die Innenkante zu gelangen, so war diese Rechnung ohne den »Wirt« namens Johnny Takter gemacht, der mit Olympic Kronos das Loch eisern zuhielt. Somit hatte der Sieger des Olympiatravet und des Oslo Grand Prix 2015, dessen Formkurve endlich wieder nach oben weist, den Part der äußeren »Lokomotive« vor Sir Ratzeputz, Zenit Brick, West Wing und dem mit der »8« gestraften On Track Piraten zu erfüllen, während sich Explosive de Vie und Dreams Take Time nach innen verkrümelten.

Im Grunde war damit die Basis für den 32. Erfolg von Västerboonthenews gelegt, der sich auf der folgenden Runde sein Tempo ganz nach Gusto einteilen durfte, und auch der sich andeutende Rückzug des anfangs so frechen Herausforderers spielte ihm erstklassig ins Blatt - Sir Ratzeputz mit Zenit Brick als Anhängsel war 600 Meter vor dem Ziel reichlich früh zur Offensive gezwungen. Doch zu Beginn der Zielgeraden spürte der Pilot das harte Anfangs-Pensum. Nicht nur, dass er alle Mühe hatte, den nicht gerade zu Schwedens Elite zählenden Sir Ratzeputz auf Distanz zu halten und letztlich im Ziel um Nüsternbreite daran scheiterte - dahin war auch die schöne Serie aus acht ersten und vier zweiten Plätzen aus den letzten zwölf Aufgaben.


Nicht den Hauch einer Chance hatte er, als Goop bei seinem Partner den Turbo zündete. Eine Woche nach dem überzeugenden 16. Sieg in Åby klingelte es für Zenit Brick schon wieder, der wie aus einer anderen Liga vorbeibrauste und nach 1:11,7 überlegen dreieinhalb Längen voraus den mit 400.000 Kronen lukrativsten Scheck seiner Laufbahn einstrich. Angelangt ist der Braune mit der langen, schmalen Blesse nun bei 3.195.896 Kronen, er dürfte diesen Stand aus heutiger Sicht zügig ausbauen. Gut dran blieb Olympic Kronos, wogegen zum Fünften, On Track Piraten, eine Lücke von zwei Längen klaffte. Hans Strömberg hatte mit Schwedens Matador des vorigen Winters ganz auf dessen Endspurt gesetzt.

»Die etwas knifflige Ausgangslage hat sich perfekt gelöst - auch weil B.B.S.Sugarlight unseren erklärten Rivalen in der Anfangsphase mächtig gepiesackt hat. Und dass Sir Ratzeputz angegriffen hat und ich Zenit Brick in dessen Rücken lange aufbauen konnte, war zusätzlich Wasser auf unsere Mühlen«, strahlte Björn Goop, der mit zwei weiteren V75-Rosetten durch Ready Ribb und Hankypanky Frances zum »Mann des Tages« avancierte.

ERGEBNIS

Samstag, 10.02.2018
Solvalla / Schweden
Bulwarks Lopp
776.000 Skr - 2140 m - Autostart
FFA

1.Zenit BrickBjörn Goop1:11,729
2.Sir RatzeputzErik Adielsson1:12,1174
3.VästerboonthenewsÖrjan Kihlström1:12,118
4.Olympic KronosJohnny Takter1:12,1734
5.On Track PiratenHans Strömberg1:12,348
6.B.B.S.SugarlightKevin Oscarsson1:12,7166
7.West WingTorbjörn Jansson1:12,91241
8.Dreams Take TimeJan Henriksson1:13,21092
9.Explosive De VieJim Oscarsson1:13,6913
-NS-Dante Boko   

Zenit Brick - 7j. W. v. Make It Happen a.d. Exi Svärd v. Super Arnie
Sieg: 29:10 - Platz: 11 - 15 - 11:10 - Zwilling: 179:10 - Dreierwette: 637:10

Lasbeker Farben um »Silver«

Mit den eben erwähnten Gegnern wird Jairo demnächst in den Ring steigen müssen. Auch der Lasbeker hatte sich in den letzten Monaten mit durchweg ersten und zweiten Plätzen eine tolle Visitenkarte gebastelt, auf der nach dem 20. Sieg - zugleich dem zweiten in einem Silverdivisionen-Finale - 1.843.698 Kronen prangen. Damit geht es für den Love You-Sohn künftig um »Guld« weiter. Einfach hatte es der Siebenjährige auf der letzten Etappe dorthin insofern, als mit Justice Ås einer der ausgewiesenen Mitbewerber ums große Geld bereits am Start die Segel im Galopp strich.

Der Rest hingegen war harte Arbeit, denn mit Augustus F. setzte sich ein ernstzunehmender Rivale ohne großen Aufwand vor das Feld. Jairo indes absolvierte den kompletten ersten Bogen in dritter Spur und tauchte dann im dritten Paar außen unter - mit Co-Favorit Slide so Easy direkt vor der Nase. Aus dessen Sog zu Beginn der Zielgeraden flott gemacht, legte Jairo ihn verblüffend leicht mit zwei Längen zu den Akten, ohne dass Joakim Lövgren auch nur einmal ernstlich Hand anlegte.


Nach 1:12,7 / 2140 Meter war mit 300.000 Kronen die höchste Börse »lifetime« im Sack, für die sich der Wallach nicht mal sonderlich anstrengen musste: »Er ist eine echte Kanone. Obwohl schon sieben Jahre alt, hat er bei den letzten sieben, acht Aufgaben noch einen kleinen Leistungssprung gemacht auf dem Weg zum Spitzenpferd. Das muss er auch, denn nun geht es in die Elefantenrunde«, strahlte sein Ausbilder, er ihn von Anfang an unter seinen Fittichen hat.

ERGEBNIS

Samstag, 10.02.2018
Solvalla / Schweden
Silverdivisionen (Finale)
596.500 Skr - 2140 m - Autostart
Für das Finale qualifizierte Pferde

1.JairoJoakim Lövgren1:12,729
2.Nakoda GojNicklas Westerholm1:12,9116
3.Slide So EasyFlemming Jensen1:12,934
4.Justice AsPeter Untersteiner1:13,159
5.Lincoln LawyerBjörn Goop1:13,195
6.Super ZantosAnte Lisell1:13,3738
7.Augustus F.Johnny Takter1:13,3133
8.Island LifePeter Norman1:13,4141
9.Cupido SisuTomi Haapio1:13,71035
10.M.T.InsiderOlle Alsen1:13,9659
11.Trinity LuxWilhelm Paal1:14,1129
-NS-Clemenza Am   

Jairo - 7j. W. v. Love You a.d. Picardie v. Grimaldi
Sieg: 29:10 - Platz: 13 - 23 - 13:10 - Zwilling: 191:10 - Dreierwette: 1.201:10

Kräftig ausgebremst wurde der in letzter Zeit so erfolgreich rollende Tietz-Express, der aus drei »Waggons« bestand. In einem Lärlingslopp vermochte Mads Nielsen Tornado Jet im zweiten Paar außen nur bis Mitte der letzten Kurve um die Bahn zu tragen; dann sprang der 28:10-Co-Favorit bis zur Disqualifikation. Im zum V75-Septett zählenden Stayerlopp kamen Dimitri W Eden (Dennis Spangenberg / 979:10) im vierten und Abano H (Mads Nielsen / 471:10) im siebten Paar innen zwar rechtzeitig auf halbwegs freie Bahn, jedoch nie ernsthaft ins Geschäft.

Für den Holländer blieben als Siebter 7.000 Kronen »echte Prämie«, während Abano H als Neunter mit 500 Kronen Antrittsgeld abgespeist wurde. Überlegen gewann Ready Ribb, den Björn Goop 700 Meter vor dem Ziel aus dem Hintertreffen in Marsch setzte. Der Ready Cash-Sohn wurde seiner 20:10-Stellung vollauf gerecht und spazierte fünf Längen vorweg zum 15. Sieg aus lediglich 32 Versuchen, was ihm mit 250.000 Kronen den bislang üppigsten Scheck einbrachte.


Zu begeistern wusste in der Klass I einmal mehr Olle Rols beim fünften Treffer in Serie. Einzig der innere Startplatz bereitete dem ebenfalls von Ready Cash gezeugten Fünfjährigen einige Probleme, doch fand Peter Ingves nach 600 Metern mit ihm von der Innenkante weg und legte sich mutig an die Seite des von Björn Goop mit Urgewalt nach vorn gewuchteten Twigs Briard. Ausgangs der Schlusskurve war der Leader erledigt, und trotz des anspruchsvollen Verlaufs ließ sich Olle Rols von nichts und niemandem stoppen. Souverän zog der Schwarzbraune seinen Stiefel durch, baute sein Konto um 250.000 auf 813.900 Kronen aus und dürfte mit derartigen Präsentationen auch in der nun anstehenden Bronsdivisionen ein echter Hingucker werden.

Weil es für die Favoriten schon wieder wie am Schnürchen lief - nach fünf Abschnitten war die V75-Wette gerade mal 349 Kronen wert - und die »Sieger-Suppe« erst durch Hankypanky Frances und Vic de Luxe ein bisschen dicker wurde, lockt Axevalla am17. Februar mit dem fünften Jackpot in Folge: Fast wie gewohnt sind jetzt schon 24 Millionen Kronen im Topf für sieben Richtige. - (mw)

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