19. Okt. 2018 · 22:50 Uhr ·

Heute keine Veranstaltungen in Deutschland!

Suche nach Leistungsdaten:

Newsflash-Volltextsuche:

Startseite

News-Flash

10. FEB 2018

| EUROPA ALLGEMEIN |       | DRUCKVERSION |       | News-Flash als RSS-Feed |

Eins, Zwei, Drei ...

...nicht in Berlin - wie beim Film-Klassiker von Billy Wilder -, sondern im »zweiten Wohnzimmer« der Tietz-Traber in Romme hieß es am Abend bei drei Fahrten für Dennis Spangenberg, nach denen Deutschlands »Silberhelm« ebenso zum Lachen zumute gewesen sein dürfte wie den Fans der Filmkomödie.

Der Auftakt war dem frischen Sieger Jamie Oliver vorbehalten, der beim zweiten Start unter neuer Regie über die 2140 Meter-Strecke aus der zweiten Startreihe beginnen musste. Spangenberg riskierte gar nichts, so dass der Co-Favorit zunächst die »rote Laterne« angehängt bekam. Nach einem in der zweiten Kurve angezettelten »Blitzkrieg« rauschte der Oscar Schindler SL-Sohn für die Schlussrunde ins Kommando und ließ am Ende lediglich die im zweiten Paar außen ideal untergeschlüpfte Zola Boko-Tochter Whelk vorbei, die nach 1:14,6, die auch für den Deutschen notiert wurden, mit Ulf Ohlsson um einen Kopf eher am Zielstrich war.

Alles ideal vor fand der Anfang Januar zum Team gestoßene Evans Stardust, obwohl Spangenberg die ideale Startnummer »6« im ersten Band, bei der man, spielen die Pferde mit, mit viel Schwung ganz außen loslegen kann, gar nicht zu nutzen wusste und keine Chance hatte, an die Spitze durchzustarten. Dennoch spielte ihm vieles in die Karten, zumal sich vier der neun Mitstreiter in der Startphase um Kopf, Kragen und Prämien sprangen. Göran Jansson legte mit Gold Twister vor Corky Ramirez ein derart flottes Tempo vor, dass die verbliebene Gruppe weit auseinandergerissen war und Spangenberg seinen Partner gefahrlos als Dritten einparken konnte.

Für die Schlussrunde wechselte Corky Ramirez in die »Todesspur« - Evans Stardust hätte es mit dieser »Lokomotive« nicht besser antreffen können. Sicher mit zwei Längen gab er dem Gegner im Einlauf das Nachsehen. Nach den 15.000 Kronen, die Jamie Oliver heimbrachte, wurden hier für den 1:15,9 / 2140 Meter-Erfolg 35.000 Kronen gutgeschrieben. Der Toto notierte den Fast Photo-Sohn bei 48:10.

Den Abend mit »Bronze« rund machte der fleißige Dreambreaker, der - ebenfalls über die Mittelstrecke - mit der »8« die ungünstigste Ausgangslage hatte. Sein Chauffeur scheute sich aber nicht, auf frühes Marschieren zu setzen und entriss nach 400 Metern Önas Igor das Kommando. Den sofortigen Angriff des Favoriten Wollafur vermochte er trotz allen Einsatzes nicht abzuwehren, doch war auch die neue Position hinter dem Piloten alles andere als schlecht.

Dass die beiden Offensiv-Künstler auf dem ersten Abschnitt etwas zu viel investiert hatten, zeigte sich auf der Zielgeraden, wo ihnen der aus dem Hintertreffen von Kajsa Frick über Spur vier gebrachte My Ovi um eine Länge den Rang ablief. Doch auch Platz drei und 10.800 Kronen konnten sich für den Zweiten des Bayern-Pokals 2017 allemal sehen lassen, womit die Tagesausbeute der Tietz-Filiale auf 60.800 Kronen anwuchs.

Zauni und Titanium Gar weiter auf Kurs

Eine Stunde zuvor hatte Wolvega zu einem neuerlichen PMU-Abend in den Victoriapark gebeten. Dabei hielt Zauni, Dreambreakers einstiger Trainingspartner und Weggefährte durch zahlreiche Dreijährigen-Schlachten, die deutsche Fahne hoch. Unter der nicht mehr ganz so neuen Regie Manfred Walters scheint der St.Leger-Triumphator von 2016 auf bestem Wege, in die großen Monté-Fußstapfen Garrys zu treten. Dritter Auftritt unter dem Sattel - natürlich mit Ronja Walter -, dritter überlegener Sieg des neuen Dream Teams, wobei wie vor drei Wochen Dinand Convital der erklärte Gegner war. Hatte ihn Zauni am 19. Januar erst eingefangen und dann mit zwei Längen locker überlaufen, so kontrollierte er dieses Mal den in seinem Windschatten untergekommenen Kollegen aus der Frontlage und ließ dessen Konterattacke in der rasanten Endphase weit vor der Konkurrenz sicher um eine Länge abblitzen, wofür es nach 2600 Metern 1.000 Euro gab.

So schneidig verrichtete Muscle Scott beim dritten Versuch nach ausgedehnter Pause sein Tagwerk nicht. Die 20 Meter Zulage, die er über 2600 Meter auf bewährte Recken wie Titanium Gar, Easy Jo, Ennyus Boko und Gustafson, die in dieser Reihenfolge die innere Spur des Gouden Paard bevölkerten, zu geben hatte, waren dafür sicher nicht ausschlaggebend: Hinter dem blendend aus dem zweiten Band abgekommenen Banker Transs R, der die »Todeslage« von der nach einer Runde unmotiviert springenden Vinochka »erbte«, hatte Danny Brouwer ihm einen optimalen Verlauf verschafft.

Als sein Vordermann 600 Meter vor dem Ziel bei Titanium Gar höchst energisch nachzufragen begann, verlor Deutschlands Derbysieger von 2016 sofort den Anschluss und ließ - rund 14 Längen vom Sieger entfernt - als enttäuschender Sechster lediglich Vramdao hinter sich. Da wartet noch immense Arbeit auf Paul Hagoort. Reichlich schwitzen mussten aber auch Titanium Gars Fans, denn der bei 16:10 allgemein erwartete 16. Volltreffer aus 25 Starts hing für den in Italien geborenen Daguet Rapide-Sohn am seidenen Faden.

Es war nicht Gustafson, der in der letzten Kurve einige Gangart-Probleme hatte und so nur auf Rang vier vorstieß. Mehr hatte Ennyus Boko zu bieten, den Caroline Albers erst in Spur drei lavieren musste. Mit tollem Endspurt kam der Wallach - wie schon eine Woche zuvor gegen Muscle Scott - ein wenig zu spät auf Volltouren und um den berühmten einen Schritt zu spät, wie das Zielfoto auswies. Für ihn gab es 2.150, für den vom kurzfristig für den erkrankten Hugo Langeweg jun. eingesprungenen Ruud Pools gesteuerten Seriensieger 4.500 Euro. - (mw)

© 2018 by www.trabtipp.de