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7. DEZ 2017

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Viel »Kohle« am kühlen Mittwochabend

Einen Vorgeschmack dessen, was sie ab dem 1. Januar erwartet - im kommenden Jahr steht bekanntlich für Züchter und Besitzer von Rennpferden in Schweden ein Plus von 180 Millionen Kronen zur Verfügung -, bekam man an diesem ganz normalen V86-Abend in Solvalla und Bergsåker.

Für nicht weniger als sieben Vergleiche hatte der Nikolaus die Stiefel mit einer sechsstelligen Prämie für Platz eins gefüllt, und das Gute daran: Für alle »Alters- und Gewichtsklassen« war in dieser Größenordnung etwas dabei. Auf der Hauptstadt-Bahn, wo die vierbeinige deutsche Amateurmeisterin, Mon Etoile, ein geplantes Engagement in einem Stutenlauf wegen Erkältung absagen musste, betraf dies in erster Linie die Dreijährigen mit ihren Kriterierevanschen.

Die 200.000 Kronen für den Sieg in der offenen Klasse führte sich mit aller Autorität Favorit Calle Crown zu Gemüte. Mit dem bei den letzten fünf Versuchen durchweg auf dem Treppchen gelandeten Schützling von Tomas Malmqvist übernahm Björn Goop trotz der anspruchsvollen 2640 Meter langen Strecke sofort die Führung vor Dom Perignon, und so lautete auch die Reihenfolge, die der Zielrichter ins Renntagebuch eintrug.

Zweieinhalb Längen voraus schnappte sich der Great Challenger-Sohn zum siebten Mal aus 14 Versuchen die fetteste Beute, baute sein Konto auf 756.000 Kronen aus und kann für eine große internationale Karriere Hoffnung aus der Tatsache schöpfen, dass sich einst Mustard, Victory Tilly, Naglo, Juggle Face und One Too Many in die 1977 durch Oktan Sund eröffnete Siegerliste eingetragen haben. Global Un Poco, mit dem Erik Adielsson nach einer Runde den Gänsemarsch des Septetts aufgebrochen hatte und durch die »Todesspur« marschiert war, belegte um einen „Kopf“ bezwungen Rang drei.

ERGEBNIS

Mittwoch, 06.12.2017
Solvalla / Schweden
Kriterierevanschen
400.000 Skr - 2640 m - Autostart
Dreijährige Inländer

1.Calle CrownBjörn Goop1:15,816
2.Dom PerignonÖrjan Kihlström1:16,042
3.Global Un PocoErik Adielsson1:16,050
4.Heading ReferencePer Lennartsson1:16,1113
5.InertialJohnny Takter1:16,1378
6.Harmon BokoMattias Djuse1:16,2134
7.Auto RelightStefan Melander1:16,3451

Calle Crown - 3j. H. v. Great Challenger a.d. Hillary Crown v. Victor Victor
Sieg: 16:10 - Platz: 10 - 10 - 10:10 - Zwilling: 44:10 - Dreierwette: 111:10

Auch bei den Oaksrevanschen für die dreijährigen Stuten, die in Elfer-Stärke antraten und sich für 100.000 Kronen Siegpreis nur 2140 Meter ins Geschirr legen mussten, wurde die Vorhersage des Totalisators zumindest auf den ersten beiden Rängen punktgenau erfüllt. Dieses Mal war es mit der Breeders Crown-Vierten Virunga ein Schützling Svante Båths, der die bei 25:10 größten Hoffnungen bestens erfüllte.

Erik Adielsson machte sich die Taktik Goops zu eigen, setzte sich mit der Maharajah-Tochter sofort vor Digital Furcola, Tahiti Journey und den Rest des Feldes, schläferte die Konkurrenz danach regelrecht ein und gab auf den finalen 500 Metern mit 1:10,2 fast genau so zügig Fersengeld wie 50 Minuten zuvor Calle Crown. Damit war der erste Saison- und zweite Karriere-Treffer der Braunen ganz leicht perfekt, die Nachfolgerin unter anderem von Nilema Pearl, Simb Capi und Pine Princess wurde.

Dreieinhalb Längen zurück schnappte die auf weiten Wegen von hinten durch den Schlussbogen segelnde Romance Amok der innen vorbildlich geschonten Digital Furcola um einen »Hals« den Ehrenplatz weg. Auch die Prämie vier und fünf gingen durch Båths zweite Waffe Poem in Motion und Maharani de Baroda an Kandidatinnen, die auf dem letzten Abschnitt etliche Meter mehr zu bewältigen hatten.

ERGEBNIS

Mittwoch, 06.12.2017
Solvalla / Schweden
Oaksrevanschen
200.000 Skr - 2140 m - Autostart
Dreijährige Stuten

1.VirungaErik Adielsson1:15,625
2.Romance AmokClaes Sjöström1:15,841
3.Digital FurcolaPer Lennartsson1:15,9357
4.Poem In MotionTorbjörn Jansson1:16,098
5.Maharani De BarodaBjörn Goop1:16,0105
6.Lady YoulineOskar Kylin-Blom1:16,0178
7.Tahiti JourneyKenneth Haugstad1:16,0146
8.Sheilah LadayPeter Norman1:16,1134
9.HipsterÖrjan Kihlström1:16,1160
10.Charmante AmokLeif Witasp1:16,6101
 Digital PromiseJohnny Takterd.r.284

Virunga - 3j. St. v. Maharajah a.d. Ivy Swinger v. Malabar Man
Sieg: 25:10 - Platz: 15 - 20 - 57:10 - Zwilling: 58:10 - Dreierwette: 2.871:10

Das Duell der beiden herausragenden Trainer Schwedens für den Traber-Nachwuchs entschied in Menhammar Stutteris Tvååringspris für 2015 geborenen Stuten Svante Båth zu seinen Gunsten. Seine Global Wild Card profitierte in der aus den Bändern begonnenen 1640 Meter-Prüfung vom Traumrennen, das ihr Erik Adielsson im zweiten Paar außen verschaffte. 500 Meter vorm Ziel in die Offensive gegangen, »bügelte« die Yankee Glide-Tochter die mit Björn Goop sofort den Takt bestimmende Dismoiouicherie nach zwei, drei Aufrüttlern in 1:16,3 sicher um eineinhalb Längen weg, blieb damit auch beim zweiten Auftritt unbezwungen und baute ihr Konto dank der 100.000 Kronen Prämie auf deren 125.000 aus. Jean-Pierre Dubois’ in Kanada gezüchtete Dismoiouicheri hatte am Ende so wenig zu melden, dass ihr Princess Cristal auch noch um einen »Kopf« den Ehrenplatz entriss.

Einen »Riesen« mehr im Angebot hatte rund 400 Kilometer weiter nördlich das tief verschneite Bergsåker. Finanzielles Hauptereignis war der Endlauf der Norrlands Elitserie für die Zweijährigen über 2140 Meter, bei dem es lange danach aussah, als solle 16:10-Favoritin No Matter an Båths alter Wirkungsstätte die mit 150.000 Kronen gewürzten Lorbeeren einstreichen.

Vom Fleck weg führte Ulf Ohlsson mit ihr Regie und musste sich dennoch dem durch die »Todesspur« ein überirdisches Rennen laufenden Avant Garde um eine halbe Länge beugen, den Jan Norberg für Robert Bergh, einen weiteren ehemaligen Bergsåker-Trainer, steuerte. Der Maharajah-Sohn aus der 3,7 Millionen Kronen schweren Lotuschic (u.a. Siegerin im Drottning Silvias Pokal 2006) wehrte mit letzter Kraft den Schlussangriff der ideal im zweiten Paar erst innen, dann außen gelegenen Finnin Chris Crystal um einen »Hals« ab. - (mw)

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