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4. DEZ 2017

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»Alte Dame« in Rekordzeit

Nachdem er von Juni (bis 2011) über Dezember (2012) und Oktober (2013) durch den in jedem Jahr aufs Neue durcheinander gewirbelten italienischen Rennkalender laviert worden, seitdem wohl endgültig im Dezember angekommen und 2016 auf 110.000 Euro angehoben worden ist, genießt der zum 71. Mal ausgetragene Gran Premio Duomo wie in goldenen Zeiten den Status der Kategorie I.

Sonderlich geholfen hat es den Machern nicht. Kamen im Vorjahr neun Starter in die Stadt am Arno, so war es heuer lediglich ein Septett. Das mag nicht nur an den noch immer mauen Auszahlungs-Modalitäten der Prämien liegen, sondern auch an der zeitlichen Nähe zum Pariser Winter-Meeting, bei dem gefühlt »halb Italien« bzw. dessen Traber auf Achse sind.

Als dann auch noch die zum engeren Favoritenkreis zählenden Superbo Capar und der französische Dauergast Dijon im gestreckten Galopp begannen und ausschieden, noch ehe die erste Kurve erreicht war, und auch Nobody Saimon Barboi, ein aus 177 Starts neun Siege und 77.362 Euro »leichter« Naglo-Sohn, dem Feld nach rumpeligem Beginn sofort auf Längen hinterherlief, war endgültig wenig Staat mit Spiel und Spannung zu machen.

Der Sport immerhin konnte sich letztlich sehen lassen. Tamure Roc vor Totoo del Ronco, Arazi Boko und Peace of Mind lautete der Gänsemarsch bis zu Beginn der Schlussrunde. Dann beorderte Enrico Bellei den nach längerem Arbeitseinsatz unter Fabrice Souloy bzw. Philippe Billard in Italien bei Alessandro Goccciadoro gelandeten Arazi Boko in Spur zwei und gab damit der Stallgefährtin Peace of Mind, die den »Move« selbstverständlich mitging, für kurze Zeit willkommene Deckung. Als der Schwede nicht mehr konnte, dirigierte Gocciadoro die Uronometro-Tochter (Titelfoto beim Sieg in Vincennes 2015) innen vorbei und in der Schlusskurve wieder nach außen. Die Achtjährige zeigte sich - zwei Wochen nach ihrem Doppelschlag in Montegiorgios Paleo dei Comuni - von den Strapazen bestens erholt.

Ein paar eher sanfte Ermunterungen genügten - schon war die Braune mit dem kleinen Stern leichtfüßig auf eineinhalb Längen an Tamure Roc vorbei. In sehr übersichtlichen Abständen gingen die weiteren Prämien an Totoo del Ronco und Arazi Boko, und auch Saimon Barboi durfte sich fürs bloße Mitmachen mangels weiterer Bewerber 4.000 Euro einstecken. Entschädigt für fehlendes Spektakel wurden die Veranstalter mit einem Bahnrekord: Peace of Mind blieb bei ihrem 22. Sieg aus 88 Starts, die ihr 419.722 Euro eingetragen haben, mit 1:11,4 um eine Zehntelsekunde unter der Marke, die Pacha dei Greppi 2015 auf der 1000 Meter-Piste von Visarno erzielt hatte. Die hat 2013 das ehrwürdige, 200 Meter kürzere, im Frühjahr 2012 geschlossene La Mulina als Austragungsort abgelöst. - (mw)

ERGEBNIS

Sonntag, 03.12.2017
Florenz / Italien
Gran Premio Duomo
110.000 € - 1600 m - Autostart
FFA

1.Peace of MindAlessandro Gocciadoro1:11,470
2.Tamure RocSanto Mollo1:11,732
3.Totoo del RoncoMario Minopoli jr.1:12,0213
4.Arazi BokoEnrico Bellei1:12,424
5.Saimon BarboiRoberto Pezzatini1:13,6886
 Superbo CaparRoberto Vecchioned.r.68
 DijonRomain Derieuxd.r.41

Peace of Mind - 8j. St. v. Uronometro a.d. Erica d´Alfa v. Sugarcane Hanover
Sieg: 70:10 - Platz: 30 - 18:10 - Zwilling: 135:10 - Dreierwette: 2.049:10

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