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4. DEZ 2017

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Chichen Itzas wertvollster Sieg

Das ganze Dilemma des deutschen Trabrennsports wurde zum Abschluss des Programms der »gehobenen Rennen« am Sonntag in Hamburg einmal mehr sehr deutlich.

Um 20.000 Euro, also um genau die Dotierung, für die hierzulande inzwischen frühere »klassische« Zuchtrennen wie Adbell Toddington- und Buddenbrock-Rennen oder St. Leger entschieden werden, ging es für drei- bis zehnjährige (!) Pferde der 20.000 Euro-Garnitur im Bahrenfeld-Cup. Was das noch mit »Leistungszucht« und deren Förderung zu tun haben soll, kann jeder, der darüber nachdenkt, für sich selbst entscheiden.

Es war sicher Zufall, dass mit Gobelin (geb. 2010) und Uldimeo (geb. 2011) ausgerechnet die beiden ältesten Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen passen musste, so dass die verbleibenden zehn Teilnehmer allesamt den Jahrgängen 2012 und 2013 angehörten. Von diesen verabschiedete sich Thatcher bereits weit vor der Marke und wurde später ebenso angehalten wie der anfangs kurz führende, aber schon nach 1500 Metern komplett geschlagene Aclassicgrandcru. Über Gentleman Newport (Jesse ter Borgh) wechselte die Führung zu Grande Cunera, für den Trainer Kurt Roeges dieses Mal Robin Bakker als Fahrer engagiert hatte.

Der Quick Wood-Sohn wurde ausgangs der Überseite von Amigo Cortina (Heinz Wewering) und Muscle Design (Dennis Spangenberg) attackiert, hinter diesem Trio lauerten von innen nach außen Gentleman Newport, Chichen Itza (Robbin Bot) und der bei 19:10 klar favorisierte Kees Bokma (Rick Ebbinge). Während der Gast aus Berlin bald nicht mehr vorankam, »wuselte« sich Chichen Itza durchs Feld und lag an der letzten Ecke direkt hinter Grande Cunera und dem bei seiner finalen Attacke anspringenden Amigo Cortina. Bot bekam nun den Piloten rasch unter Kontrolle und musste nur noch auf den Favoriten achten, der zwar noch ansehnlich, für den Sieg aber etwas zu spät »auf Touren« kam.

In 1:15,0 / 2200 Meter bewahrte sich die beim elften Engagement zum vierten Mal als Siegerin die Linie passierende Quick Wood-Tochter eine halbe Länge Vorsprung gegenüber dem Angreifer (15,1), während sich der eine weitere Länge zurück nie aufgebende Grand Cunera (15,1) mit Rang drei zufriedengeben musste. Die beste Ausbeute der (nord-)deutschen »Gastgeber« stellte Rang vier für Gentle Yankee (15,4) dar, mit dem Muscles Yankee-Sohn aus dem Jauß-Quartier konnte Michael Schmid freilich nie weiter gehende Ansprüche geltend machen. Die letzte Prämie ging durch Gentleman Newport (15,7) ebenfalls »über die Grenze«.

Chichen Itza konnte mit dem wertvollsten Scheck der bisherigen Karriere ihre Gewinnsumme um gut 30 % aufstocken und sie gegenüber der Vorsaison, wo sie bei einem Dutzend Versuchen sieglos geblieben war, sogar verdoppeln. Kees Bokma musste nach dem Ehrenplatz zu Skyfall am 8. Oktober auch heute mit Rang zwei zufrieden sein, hat aber bei seinen beiden Deutschland-Gastspielen ebenfalls 10.000 Euro und damit rund die Hälfte seiner bisherigen Gewinne erzielt.

Übel auf stieß in diesem Rennen übrigens der Peitscheneinsatz von Robbin Bot gegen sein Pferd, der Chronist zählte ab Beginn der Zielgeraden mindestens ein Dutzend Schläge und sonstige »Hilfen«. Die von der Rennleitung verhängten 150 Euro Geldbuße wegen »unvorschriftsmäßigen Peitschengebrauchs« wirken da eher wie eine Wiederholungs-Einladung und nicht wie eine wirkliche »Strafe«. - (cw)

ERGEBNIS

Sonntag, 03.12.2017
Hamburg / Deutschland
Bahrenfeld-Cup
20.000 € - 2200 m - Autostart
Pferde aller Länder bis 20.000 €

1.Chichen ItzaRobbin Bot1:15,0139
2.Kees BokmaRick Ebbinge1:15,119
3.Grande CuneraRobin Bakker1:15,167
4.Gentle YankeeMichael Schmid1:15,4253
5.Gentleman NewportJesse ter Borgh1:15,7194
6.Muscle DesignDennis Spangenberg1:16,260
7.Forrest BeemdDanny Brouwer1:16,363
 Amigo CortinaHeinz Weweringd.r.77
 ThatcherKornelius Kluthagh.223
 AclassicgrandcruHeiner Christiansenagh.568

Chichen Itza - 4j. St. v. Quick Wood a.d. Caillou v. Enjoy Lavec
Sieg: 139:10 - Platz: 26 - 12 - 15:10 - Zweierwette: 1.039:10
Dreierwette: 2.378:10 - Viererwette: 50.982:10

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