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14. NOV 2017

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Siegerin (fast) wider Willen

Optimismus hört sich anders an. »In Anbetracht des langen Winter-Meetings haben wir das Training bei Evidence Roc seit ihrem Sieg im Prix de Basly am 9. September deutlich heruntergefahren. Sie ist natürlich ganz gut drauf, doch sicher noch nicht auf Hundert, so dass ihr der Eine oder Andere heute durchaus Kopfschmerzen bereiten könnte«, hatte Emilie Le Beller über ihre vierfache Gruppe II-Siegerin vor dem Prix Louis Tillaye um 120.000 Euro für die dreijährigen Satteltraber den Ball flach gehalten.

In der 2700 Meter-Prüfung, über die man sportlich gnädig den Mantel des Schweigens breiten sollte - angegeben war ohnehin nur ein Septett, von dem die zunächst führende Epatante eingangs der Tribünengeraden sprang und es ihr der sie dadurch als Führender »beerbende« Emilius de Play kurz vorm Einbiegen in den Bogen von Joinville gleichtat -, hielt sich die 37-Jährige mit dem »Pferd ihres Lebens« zwar direkt hinter dem nach einem Kilometer den Takt vorgebenden Eye of The Storm auf, doch schien sie 600 Meter vor dem Ziel bereits Mühe zu haben, den Kontakt nicht zu verlieren.

An der Einmündung der kleinen Piste vorbei gingen in zweiter Spur auch Angreiferin Elladora de Forgan und deren Schatten Eurêka Vrie optisch schwungvoller. Völlig neu gemischt wurden wie Karten, als Eye of The Storm, der gerade im Begriff schien, Elladora de Forgan abzuwimmeln, Yoann Lebourgeois an der letzten Ecke aus der Hand sprang. Weil Franck Nivards Stute nach außen schrägte, war die Passage da für die das Gebiss noch einmal aufnehmende Evidence Roc, die sich zum siebten Karriere-Erfolg durchbiss und sich mit 343.950 Euro allmählich in Schlagdistanz des zunehmend unsicherer werdenden Eye of The Storm bringt, der noch die Geldrangliste der 2014 geborenen Monté-Traber anführt.

Eine Länge zurück hielt Elladora de Forgan den Ehrenplatz gegen Eurêka Vrie fest, für den es Mitte des Einlaufs kurzzeitig nach »Sieg« roch - bis der Elan verpuffte. Neuneinhalb Sekunden hinter dem Dritten bekam Easy One für unfallfreies Absolvieren des Parcours 9.600 Euro geschenkt; genauso viel behielt der Veranstalter mangels weiterer Kandidaten in der eigenen Kasse. Mit 1:15,3 blieb Evidence Roc gar nicht so weit entfernt vom Rennrekord, den gemeinsam Surabaya Jiel (2009) und Vorjahrssieger Dhikti Védaquais mit 1:14,9 halten.

ERGEBNIS

Montag, 13.11.2017
Vincennes / Frankreich
Prix Louis Tillaye
120.000 € - 2700 m - Bänderstart - Reiten
Dreijährige Stuten & Hengste, mindestens 15.000 €

1.Evidence RocEmilie Le Beller1:15,324
2.Elladora de ForganFranck Nivard1:15,473
3.Eurêka VrieMathieu Mottier1:15,562
4.Easy OneMatthieu Abrivard1:18,7360
 Emilius de PlayAlexandre Abrivardd.r.340
 EpatanteAnthony Barrierd.r.92
 Eye of The StormYoann Lebourgeoisd.r.33

Evidence Roc - 3j. St. v. Paris Haufor a.d. Misfase du Boulay v. Blason Calyettois
Sieg: 24:10 - Platz: 17 - 25:10 - Zweierwette: 101:10 - Dreierwette: 308:10

Favoritensache in der Quinté-Wette

Fast schnurstracks nach Totalisator liefen die Gemeinten in der Quinté+-Wette des Tages, dem Prix du Languedoc für europäische Halbmillionäre, der dennoch auf dem 2850 Meter weiten Weg höchst abwechslungsreich und unterhaltsam war. Ungeachtet einer dreieinhalbmonatigen, schöpferischen Auszeit trug Cash Gamble bei 28:10 die Favoritenehren und wurde dieser Wertschätzung dank einer taktischen Glanzfahrt Franck Nivards gerecht, der allmählich wieder jenen Punch zu bekommen scheint, der ihn im ersten Halbjahr auf 30 Siege vom heute gesperrten Jean-Michel Bazire wegschnellen ließ.

Sofort in vorderster Linie engagiert, gelang es dem 38-Jährigen trotz zahlreicher Führungswechsel von Bolide Jénilou über Venkatesh und Unbridled Charm zu Bakchich, dem Ready Cash-Sohn in zweiter Spur durchweg ein oder zwei »Lokomotiven« zu verschaffen. Ideal wurde die Lage hinter dem wieder nach außen gewechselten Venkatesh, als Joakim Lövgren seinen Alfas da Vinci im hinteren Mittelfeld »scharf« machte, in dritter Spur bergauf an der Korona vorbeipflügte und Bakchich zu bedrängen begann, an dem es allerdings bis eingangs der Zielgeraden kein Vorbeikommen geben sollte.

Das war »Wasser auf die Mühlen« von Cash Gamble, der schon in Schweden unter Per Lennartssons Regie zur Spitzengruppe seiner Generation gezählt hat, im Juni 2016 zu Fabrice Souloy bzw. Philippe Billard überstellt worden war und seither sieben Siege und drei Ehrenplätze eingetrabt hat. 300 Meter vor dem Ziel in vierter Reihe wuchtig eingesetzt, holte der Dunkelbraune rasch einen Vorteil heraus und gab ihn nicht mehr aus der Hand, obwohl er bis an die Zuschauer-Rails driftete und so die aus dem »Nirgendwo« kommende Une Sérénade nach einem kurzen Stopp geradewegs durchzustoßen vermochte, aber nur noch bis auf eine halbe Länge herankam. Von den Dauerduellanten an der Spitze hatte Bakchich dank des kürzeren Weges letztlich einen Tick mehr in petto als der arg strapazierte Alfas d Vinci, der ja schon einige fette Prämie aus Vincennes Richtung Schweden entführt hat. - (mw)

ERGEBNIS

Montag, 13.11.2017
Vincennes / Frankreich
Prix du Languedoc
95.000 € - 2850 m - Bänderstart
6j. bis 10j. Europäer, nicht mehr als 550.000 €

1.Cash GambleFranck Nivard1:14,028
2.Une SérénadeEric Raffin1:14,189
3.BakchichTony Le Beller1:14,144
4.Alfas da VinciJoakim Lövgren1:14,276
5.Unbridled CharmJean-Philippe Dubois1:14,2410
6.Arazi BokoJean-Philippe Monclin1:14,2370
7.Bolide JénilouAnthony Barrier1:14,3190
8.Vénus de BaillyAlexandre Abrivard1:14,3250
9.VenkateshDominik Locqueneux1:14,4250
10.Monas InvercoteBjörn Goop1:14,4330
11.Beau GaminDavid Thomain1:14,5160
12.Orient HorsePierre Levesque1:14,5260
13.Black d´AvrilAlexis Prat1:14,9460
14.Adélia de MélodieAdèle Doyère1:15,61130
15.SpecialessAndres Boldura1:15,71020

Cash Gamble - 6j. H. v. Ready Cash a.d. No Way Back v. Viking Kronos
Sieg: 28:10 - Platz: 14 - 21 - 16:10 - Zwilling: 100:10
Drilling: 93:10 - Dreierwette: 627:10

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