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10. OKT 2017

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Ein »Nobody« gewinnt das Jubiläums-Futurity

Die 125. Auflage des in diesem Jahr mit insgesamt 600.000 Dollar (zwei 90.000er Vorläufe und ein 420.000 Dollar-Finale) dotierten Kentucky Futurity war am Ende eher ein »Schwimmfest« als ein Pferderennen.

Die Mitarbeiter der Bahn-Inspektion hatten alle Hände voll zu tun, die Bahn nach ausgiebigen Regenfällen während des gesamten Tages in einen halbwegs befahrbaren Zustand zu bringen. Hundertprozentig konnte es nicht gelingen, denn der Himmel hielt die Schleusen auch während der Veranstaltung permanent geöffnet. Vor dem Zug dürften sich Trainer-Champion Ron Burke und sein »Vollstrecker« Matt Kakaley kaum allzu große Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden im dritten Lauf der Trotting Triple Crown gemacht haben, ihr Muscle Massive-Sohn Snowstorm Hanover hatte in seinem wichtigsten Jahr der Karriere bislang kaum einen »Hering vom Teller« gezogen und war bei 16 Versuchen gerade einmal auf der Siegerparade zu sehen.

Auch der aktuelle Ehrenplatz in einer Abteilung der Bluegrass Stakes hinter Dover Dan war nicht unbedingt ein echter Ansatz, hatte der »Snowstorm« doch stolze achteinhalb (!) Längen Rückstand auf den Sieger. So war es kein Wunder, dass der Hengst im 1. Vorlauf als längster Außenseiter (831:10) im neunköpfigen Feld antrat. Umso größer war allerdings die Überraschung, als er sich nach einem Rennen im Mittelfeld auf dem »final quarter« von Rang sechs noch auf den Ehrenplatz hinter dem Favoriten International Moni (Scott Zeron) verbessern konnte.

Der Sohn der legendären Moni Maker hatte sich nach ruhigem Beginn 400 Meter vor dem Ziel an die Spitze gesetzt und sich am Ende in 1:10,7 sicher mit einer Länge durchgesetzt. Hinter dem Burke-Schützling (10,9) qualifizierten sich auch Bill´s Man (11,1 / Corey Callahan), King On The Hill (11,5 / Yannick Gingras) und Di Oggi (11,6 / Dave Miller) für den Endlauf, während Hambletonian-Sieger Perfect Spirit (11,8 / Ake Svanstedt) und der außen herum überforderte Long Tom (13,6 / Tim Tetrick) als Sechster bzw. Letzter ausschieden.

Eine kleine Entschädigung für den Verlust des Hambo-Sieges gelang What The Hill (Dave Miller) im 2. Vorlauf. Der gleichfalls von Burke trainierte Muscle Hill-Sohn verdrängte zur »Halbzeit« Enterprise (Brian Sears) von der Spitze, musste sich auf dem folgenden Abschnitt von Devious Man (Andy Miller) ablösen lassen und kämpfte sich schließlich in der Distanz nicht nur an diesem vorbei, sondern gegen den in 1:10,6 zeitgleichen Lindy The Great mit einem »Hals« Vorsprung nach Hause, womit er den zweiten Vorlaufsieg von Scott Zeron soeben verhindern konnte.

Nicht weit dahinter kam der Yonkers Trot-Zweite Yes Mickey (10,6 / Ake Svanstedt) auf Platz drei, und auch der nicht mehr steigerungsfähige Devious Man (10,7) und Favorit Dover Dan (10,7) bekamen dichtauf noch ein Ticket für das Finale.

Im Endlauf begann der auch dort favorisierte International Moni vom inneren Startplatz im Galopp und war damit natürlich umgehend chancenlos. Yes Mickey (Ake Svanstedt) und Bill´s Man (Corey Callahan) wechselten sich anfangs in der Führungsarbeit ab, während sich Snowstorm Hanover in den Windschatten des Trainingspartners What The Hill (Dave Miller) begab, der den letztlich wieder führenden Svanstedt-Hengst so weich »klopfte«, dass er 200 Meter vor dem Ziel passen musste und am Ende auf Rang fünf einkam.

Der auf extrem weiten Wegen aufgerückte Devious Man (Andy Miller) und Snowstorm Hanover engagierten sich nun zu einem sehenswerten Finish, in dem Ersterer lange die besseren Karten zu besitzen schien, bevor der Angreifer in der Mitte des Geläufs den entscheidenden »Tick« mehr zu geben hatte und in 1:10,5 den Kopf gegen den zeitgleichen Devious Man als Erster über die Linie steckte. Drei Längen dahinter verbesserte sich der durchgehend auf Rang fünf zu sehende Lindy The Great (10,9 / Tim Tetrick) noch um zwei Positionen auf den »Bronze-Rang«, jeweils eine weitere Länge zurück bekamen What The Hill (11,0) und Yes Mickey (11,1) auch noch Stücke des Preiskuchens. - (cw)

Für eine handfeste Überraschung, wenn nicht gar Sensation, sorgte im 168.000 US$ wertvollen Finale des Kentucky Futurity Filly Ake Svanstedt und Ice Attraction. Im Vorlauf war die Muscle Hill-Tochter, die in der Vorwoche ebenfalls eine Abteilung der Bluegrass Serie für Stuten gewonnen hatte und an der Meadowlands-Eigner Jeff Gural als Mitbesitzer beteiligt ist, noch klar gegen die Jahrgangs-Erste Ariana G (Yannick Gingras) unterlegen und hinter Highland Top Hill sogar nur auf Rang drei eingekommen.

In der Entscheidung sah es lange nach einem ähnlichen Ergebnis aus, doch plötzlich ging für die 307:10-Außenseiterin - beinahe schon in Zielnähe - eine Lücke auf, in die der gebürtige Schweden entschlossen hinein stieß und der zur Minimalquote von 10,5:10 gestarteten Ariana G die erste Niederlage des Jahres gegen ihre Geschlechtsgenossinnen beibrachte. Bislang hatte die Takter-Stute lediglich im Beal Memorial (gegen Devious Man und Long Tom) und im Zweig Memorial (gegen Yes Mickey) verloren.

Co-Favoritin Dream Together (11,2 / Daniel Dube) kam eine Länge hinter den jeweils in 1:11,1 »getimeten« Bestplatzierten auf Rang drei, nur knapp vor Dream Baby Dream (11,2 / Rod allen), die vom äußeren Startplatz aus kaum besser abschneiden konnte. Die lange weit hinten liegende Sunshine Delight (11,7 / Brett Miller) führte weit zurück den überforderten Rest über die Linie. Die Ergebnisse aller sechs Rennen finden sie im Bereich »International« - (cw)

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