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9. OKT 2017

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Broadwell das Highlight im glänzenden Rahmen

Der mit den im Hauptrennen »eingesparten« 50.000 Euro dotierte Deutschland-Cup war das, was man früher als »Entlastungsrennen« zum Grand Prix bezeichnet hätte.

Nur wer bislang weniger als 50.000 Euro gewonnen hatte, war hier startberechtigt. Obwohl 15 Pferde auf einer deutschen Trabrennbahn selten für optimale Bedingungen sorgen, taten die drei Nichtstarter in diesem Rennen dem Veranstalter doch ziemlich weh. Vor allem Goldy Stardust, die sich zu Wochenbeginn dem Vernehmen nach ein Eisen ab- und einen Nagel eingetreten hatte und trotz aller Bemühungen nicht mehr fit wurde, aber auch der wegen eines »Irrtums bei der Starterangabe« (man fragt sich, worüber man sich irren, also nicht im Klaren sein kann, wenn man ein Pferd für ein solches Rennen angibt) nicht nach Hamburg gekommenen Muscle Boy AS hätte man hier sicher gern gesehen.

So fiel die Favoritenrolle dem US-Schweden Dice Man (Björn Goop) zu, der zuletzt mehrfach nur an Teilnehmern des Hauptlaufes wie Generaal Bianco oder Dominion Beach gescheitert war. Für den SJ´s Caviar-Sohn war das Rennen aber beendet, noch bevor es recht begonnen hatte, nachdem er mit einer heftigen Galoppeinlage begann. Keinen falschen Schritt kannte hingegen Urbanio (Rick Ebbinge), der sich als Co-Favorit von der »4« aus gleich gegen Guillaume Boko (Roland Hülskath) und Uniko Power (Wilhelm Paal) vor die verbliebenen elf Gegner setzte.

Der in diesem Jahr erst einmal im Wettkampf (plus zwei Probeläufen, darunter einem in 1:13,7 in Wolvega) gestartete Italiener, der ebenfalls von Adrian Chip abstammt, beherrschte in der Folge die Konkurrenz sicher in 1:13,4 / 2200 Meter und hinterließ durchaus den Eindruck, dass es noch etwas schneller gegangen wäre, hätte es dessen bedurft. Das engagierte Finish von »Wim« Paal sicherte Uniko Power (13,5) den Ehrenlatz vor Guillaume Boko (13,7), der seine ansprechende Vorstellung aus der Breeders Crown, wo er hinter Orlando Jet und Dreambreaker ebenfalls Dritter geworden war, durchaus bestätigte.

Deutlich zurück schnappte sich Stonewashd Diamant (14,0 / Gerhard Biendl), die im Schlussbogen eine große Szene hatte, aber nicht ganz durchstand, Platz vier, bevor Jonalu (14,7 / Heinz Wewering) und der auf weiten Wegen überforderte Börge (14,9 / Johnny Takter) mit dem »Kleingeld« über die Linie trotteten. Nach einem Rennen durch die Außenspur musste auch der durch die zweite Startreihe gehandicapte New Lexington (Conrad Lugauer) schon Ende der letzten Überseite den Rückzug antreten, die beiden Derby-Finalisten des letzten Jahres, Zauni und Fiobano, spielten ebenfalls keine Rolle.

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Deutschland-Cup
50.000 € - 2200 m - Autostart
Vierjährige aller Länder, nicht mehr als 50.000 €

1.UrbanioRick Ebbinge1:13,436
2.Uniko PowerWilhelm Paal1:13,5126
3.Guillaume BokoRoland Hülskath1:13,7269
4.Stonewashd DiamantGerhard Biendl1:14,0224
5.JonaluHeinz Wewering1:14,7756
6.BörgeJohnny Takter1.14,979
7.ZauniManfred Walter1:14,91097
8.New LexingtonConrad Lugauer1:15,174
9.FiobanoThorsten Tietz1.15,21078
 Saltnpepa DiamantPeter UntersteinerhdF359
 Super Queen CRobin Bakkerd.r.762
 Dice ManBjörn Goopd.r.20
-NS-Agostino   
-NS-Goldy Stardust   
-NS-Muscle Boy AS   

Urbanio - 4j. H. v. Adrian Chip a.d. Ophelia Blue Chip v. Yankee Glide
Sieg: 36:10 - Platz: 18 - 36 - 37:10 - Zwilling: 319:10 - Dreierwette: 2.105:10

Für das Ausrufezeichen des Tages, dessen komplettes Wettgeschäft über die Kassen der schwedischen ATG abgewickelt wurde und damit auch den deutschen Kunden mit Zwillings- statt Zweierwette sowie der V64 konfrontierte, setzten Broadwell und Robin Bakker im Lord Pit-Rennen (25.000 Euro / 2200 Meter) für internationale Dreijährige, wobei die Deutschen - abgesehen von der in Schweden registrierten, aber Franz Klein gehörenden On Vogue - unter sich blieben.

Der nach einer tollen Wiederqualifikation in der Breeders Crown als Top-Favorit an einer Galoppade im Schlussbogen gescheiterte Conway Hall-Sohn wurde dieses Mal von Flying Fortuna (Christoffer Eriksson) von der Spitze des Wettmarktes verdrängt, was wahrscheinlich der Tatsache geschuldet ist, dass der trotz stellenweise glänzender Leistungen 2017 noch sieglose Derby-Zweite in Schweden bekannt ist »wie ein bunter Hund«, während man den als Zweijähriger ungeschlagenen Hagoort-Schützling - und vor allem dessen Klasse - dort kaum oder in deutlich geringerem Maße kennen dürfte.

Flying Fortuna musste anfangs eine Menge tun, um sich nach einer halben Runde gegen Mc Arthur (Michael Nimczyk) die Führung sichern zu können, doch ungeachtet dieses Aufwandes durfte er so schnell eigentlich nicht aufgeben, als der im zweiten Bogen nach außen gehende und im vorletzten Bogen eingesetzte Broadwell ausgangs der letzten Überseite Ernst machte und sich von den Verfolgern abzusetzen begann. Die Uhren an der Alster stoppten für den Hengst der Besitzergemeinschaft Gerrits / Thomaskamp schließlich bei 1:12,9, die für den Erfolg ausgelobten 12.500 Euro brachten sein Konto auf rund 60.000 Euro voran. Er sollte im kommenden Jahr in Frankreich ein lukratives Betätigungsfeld finden.

Mit der besten Leistung der jüngsten Vergangenheit eroberte der in den letzten Wochen ziemlich beanspruchte und zuletzt zwei Mal an Fehlern gescheiterte Mac Smily (13,4) mit Johnny Takter den Ehrenplatz vor Mc Arthur (13,6), der die Erwartungen seines Fahrers durchaus erfüllte. Der unauffällige Ganyboy (13,9 / Thorsten Tietz) und der schon arg enttäuschende Flying Fortuna (14,4) folgten aufgelöst auf den Plätzen vier und fünf, so dass lediglich die überforderte Happy Steel (14,8 / Dion Tesselaar) sowie der fehlerhafte Massai und die von Wilhelm Paal eine halbe Runde vor Schluss angehaltene On Vogue leer ausgingen.

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Lord Pit-Rennen
25.000 € - 2200 m - Autostart
Dreijährige aller Länder

1.BroadwellRobin Bakker1:12,926
2.Mac SmilyJohnny Takter1:13,470
3.Mc ArthurMichael Nimczyk1:13,6128
4.GanyboyThorsten Tietz1:13,9326
5.Flying FortunaChristoffer Eriksson1:14,418
6.Happy SteelDion Tesselaar1:14,8733
 MassaiTom Kooymand.r.238
 On VogueWilhelm Paalagh.531

Broadwell - 3j. H. v. Conway Hall a.d. Boria v. Supergill
Sieg: 26:10 - Platz: 15 - 21 - 20:10 - Zwilling: 125:10 - Dreierwette: 704:10

Neben Kim Eriksson kam durch die Abwesenheit Robert Berghs auch Björn Goop durch einen bei den Galoppern »Kistenritt« genannten Auftritt im Sulky von Uzo Josselyn zum einzigen Erfolgserlebnis an der Alster. Nach keineswegs optimalem Start (den vom Kommentator angesagten Fehler machte allerdings nicht er, sondern Diamond) lag er mit dem bereits neunjährigen Love You-Sohn der Ecurie des Charmes, der sich zuletzt mehrfach erfolglos mit der besseren (von besten wollen wir hier nicht sprechen) schwedischen Landesklasse auseinandergesetzt hatte, lange als drittes Pferd an der Innenkante, während der ziemlich klar favorisierte Landsmann Star Advisor Joli (Kim Eriksson) für das Tempo sorgte, das am Ende nicht in Minute und Sekunde ausgedrückt werden konnte, weil ausgerechnet in diesem Rennen die Zeitmessung versagte.

Es muss allerdings recht hoch gewesen sein, denn der vom inneren Startplatz mit einer Galoppade gestartete Cash Hanover (Michael Nimczyk) hatte auf weiten Wegen keinerlei Möglichkeiten mehr, in die Entscheidung einzugreifen und endete genau dort, wo die dotierten Ränge aufhörten. Weit vor ihm kämpfte Star Advisor Joli wie ein Löwe um den Sieg, wehrte auch die Attacke des erstaunlich starken O´grady (Christian Lindhardt) ab, wurde aber schließlich doch von dem bei 65:10 gehandelten Uzo Josselyn mit den letzten Schritten noch vom Thron gestürzt.

Nachdem Montecore Mo (Michael Larsen) eine gute Prämie, mindestens aber das vierte Geld, in der Distanz versprang, ging dieses an den außen herum an Grenzen stoßenden Trinity Lux (Wilhelm Paal) vor Diamond (Robin Bakker).

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Hamburg-Cup
30.000 € - 1680 m - Autostart
FFA

1.Uzo JosselynBjörn Goopo.Z.65
2.Star Advisor JoliKim Erikssono.Z.18
3.O´GradyChristian Lindhardto.Z.263
4.Trinity LuxWilhelm Paalo.Z.64
5.DiamondRobin Bakkero.Z.196
6.Cash HanoverMichael Nimczyko.Z.41
7.Star di PoggioCees Kammingao.Z.607
 Montecore MoMichael Larsend.r.168

Uzo Josselyn - 9j. H. v. Love You a.d. Lezira Josselyn v. Workaholic
Sieg: 65:10 - Platz: 22 - 14 - 37:10 - Zwilling: 71:10 - Dreierwette: 2.697:10
Keine Zeitmessung

Die übrigen, mit 20.000 Euro oder mehr dotierten Rennen blieben für die Gastgeber, wobei sich die aktuell erfolgreichsten Ställe die »Sore« teilten. Im Orakel der Zweijährigen (25.000 Euro) schnappte sich der unterwegs als Dritter innen auszumachende Lasbeker Northern Charm (Christian Lindhardt), der seit letztes Engagement ausgelassen hatte, im Topspeed den scheinbar schon enteilten Favoriten und Breeders Crown-Sieger Mister F Daag nach Ansicht des Hamburger Zielrichters sogar noch »leicht« mit einem »Kopf«. Für beide Hengste wurden 1:14,9 / 1680 Meter gestoppt.

Der als einziger Teilnehmer aus der zweiten Reihe gestartete und wie der Sieger debütierende Inspector Bros (15,5 / Stefan Schoonhoven) gefiel als Dritter auch nicht schlecht, während der anfangs führende Lightning Bo (16,0 / Michael Nimczyk) zum Ende hin ziemlich müde wirkte, so dass ihm lediglich Platz vier vor der einmal mehr eine kleine Prämie mitnehmenden Very Impressive S (16,1 / Cees Kamminga) blieb. Die deutlich höher eingestuften Nonas Kiss und Velten Roncalli, Letzterer nach einem »Marsch« durch die »Todesspur«, blieben hingegen ebenso ohne Prämie wie Beauty Flower CG.

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Orakel der Zweijährigen
25.000 € - 1680 m - Autostart
Zweijährige aller Länder

1.Northern CharmChristian Lindhardt1:14,948
2.Mister F DaagRobin Bakker1:14,915
3.Inspector BrosStefan Schoonhoven1:15,5457
4.Lightning BoMichael Nimczyk1:16,0359
5.Very Impressive SCees Kamminga1:16,1294
6.Nonas KissHeinz Wewering1:16,381
7.Velten RoncalliRick Ebbinge1:16,759
8.Beauty Flower CGKurt Roeges1:16,8383
-NS-Iris Flevo   

Northern Charm - 2j. H. v. Muscle Hill a.d.Clothie v. Coktail Jet
Sieg. 48:10 - Platz: 17 - 12 - 50:10 - Zwilling: 39:10 - Dreierwette: 1.112:10

Den »Deckel« auf die Vielzahl hoch dotierter Rennen machten im Kurt Hörmann-Memorial (20.000 Euro) aus den Bändern Skyfall und Michael Nimczyk, so dass auch der designierte Besitzer-Champion Ulrich Mommert noch ein Erfolgserlebnis hatte. Der mit Zulage ins Rennen gegangene Virgill Boko-Wallach stieß eine Runde vor dem Ziel an die Seite der von Beginn an führenden Stallgefährtin Senorita Diamant (Michael Larsen) vor, konterte gegenüber die Attacke des 13:10-Favoriten Kees Bokma (Rick Ebbinge), zog dort nach vorn und blieb in einem »beinharten« Finish bis zur Linie sicherer vorn, als es im Verlaufe der Zielgeraden den Eindruck machte.

Deutlich dahinter kämpfte sich auch Senorita Diamant als Dritte vor dem nicht entschlossen genug durchziehenden Gentleman Newport (Jesse ter Borgh) und Chou Chou Star (Victor Gentz) über die Linie. Gigolo (Robin Bakker) hatte es nach einer halben Runde mit einer Attacke versucht, wurde aber abgewiesen und erreichte das Ziel am Ende sogar »hinter der Flagge«. - (cw)

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Kurt Hörmann-Memorial
20.000 € - 2200 m - Bänderstart
4j. bis 10j. aller Länder, nicht mehr als 14.000 €

1.SkyfallMichael Nimczyk1:15,262
2.Kees BokmaRick Ebbinge1:15,313
3.Senorita DiamantMichael Larsen1:16,4699
4.Gentleman NewportJesse ter Borgh1:15,874
5.Chou Chou StarVictor Gentz1:16,6630
6.OragosMatthias Schambeck1:15,990
7.Velten Moon RiverThomas Panschow1:17,4558
 GigoloRobin Bakkerhdf161

Skyfall - 5j. W. v. Virgill Boko a.d. Uschi Rich v. Viking´s Way
Sieg. 62:10 - Platz: 12 - 10 - 24:10 - Zwilling: 31:10 - Dreierwette: 1.284:10

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