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9. OKT 2017

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Diamanten funkeln in jeder »Fassung«

Der großartig besetzte Große Preis von Deutschland am Sonntag in Hamburg hielt »auf’m Platz« alles, was das 150.000 Euro wertvolle Gruppe I-Rennen für Vierjährige im Vorfeld versprochen hatte.

Und das, obwohl dem Veranstalter mit dem Italiener Unicorno S.L.M. (Attest) eines seiner Zugpferde schon im Vorfeld und dem designierten Favoriten Diamanten sein Trainer und etatmäßiger Fahrer Robert Bergh, dessen Flug nach Hamburg kurzfristig gecancelt wurde, abhandengekommen waren. Der Adrian Chip-Sohn, der trotz des Fahrerwechsels auf Kim Eriksson als 21:10-Favorit ins Rennen ging, hatte allerdings in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er nicht auf eine bestimmte Hand angewiesen ist. So hatte ihn beispielweise Dominik Locqueneux bei seinen Starts in Frankreich erfolgreich gesteuert, und mit Christoffer Eriksson hatte er u.a. das Finale der SprinterMästaren in Halmstad gewonnen.

Sein Namensvetter Kim, mit dem er nichts als den Namen gemein hat, war eigentlich für die Fahrt mit Star Advisor Joli im Hamburg-Cup in die Hansestadt gekommen und bekam, weil eben jener Christoffer bereits für Grant Boko und Björn Goop, der Berghs »Fuhre« hinter Uzo Josselyn in Hamburg-Cup übernommen hatte, hinter Dominion Beach saß, plötzlich seine Chance. Und der 33-jährige Catchdriver aus Mantorp, der tags zuvor in Axevalla mit Skyhigh seinen 100. Saisonsieg erzielt hatte, nutzte sie eiskalt und war hinterher selbst »skyhigh«.

»Ich war einfach nur glücklich, als mich Robert Bergh anrief und mir die Fahrt mit Diamanten übertrug« sagte Eriksson nach dem »größten Erfolg« seiner Karriere, die ihn in diesem Jahr erstmals in den Bereich jenseits der Zehn-Millionen-Kronen-Grenze tragen wird. Außer guten Nerven brauchte Eriksson eigentlich nichts, denn nach sofort gegen Dawana übernommener Führung machte sein vierbeiniger Partner mehr oder weniger alles von sich aus. Das soll die Leistung des Fahrers keineswegs schmälern, aber es war nun einmal so. Generaal Bianco (Peter Untersteiner) erschien ausgangs des ersten Bogens innen an dritter Position, während weder Django Riff (Jos Verbeeck) noch Unique Juni (Johnny Takter) nach innen fanden. Nicht schlecht fand zunächst Deutschlands Hoffnung Orlando Jet (Rudi Haller) in die Partie, er lag hinter Dominion Beach und neben Grant Boko schnell im Mittelfeld. Dagegen war Hollands Derby-Sieger Goofy Greenwood (Hugo Langeweg jun.) zu diesem Zeitpunkt bereits am Turm.

Verbeeck ließ wenig später Unique Juni vor sich einscheren und hatte damit zunächst einmal ein Führpferd, das ihm aber vor den Tribünen schon nicht mehr gefiel. So stürmte der vierfache Prix d´Amerique-Sieger mit dem Millionär aus dem Besitz von Philippe Allaires Schwester Elisabeth bis auf Höhe des Piloten vor und wurde eingangs der Gegenseite von Michael Nimczyk nach innen gelassen. Wenig später startete Rudi Haller seine Attacke, doch kam Orlando Jet längst nicht so zügig weiter, wie er es erhofft hatte. Siebenhundert Meter ohne Windbrecher durch Spur drei, dazu im Scheitel des Schlussbogens noch mit »schiefem« Kopf, das konnte nicht gut gehen, und am Ende durfte der letztlich nie für den Sieg in Frage kommende Deutsche (12,6) froh sein, dass die Linie für Platz fünf gegen die zeitgleichen Grant Boko und Racing Mange noch rechtzeitig kam.

Das vordere Trio, zu dem sich der Mitte der finalen Biegung von Peter Untersteiner energisch eingesetzte Generaal Bianco gesellte, war für ihn spätestens ab der letzten Ecke nicht mehr erreichbar. Vorne spulte Diamanten sein Pensum routiniert herunter, natürlich sind die 1:12,0 für den in Hamburg erstmals auf der Mittelstrecke ausgetragenen Grand Prix unerreicht, weil solche Zeiten in Gelsenkirchen, wo man letztmals 2010 Austragungsort des dort »erfundenen« Großen Preises war, einfach nicht zu erzielen waren. Generaal Bianco (12,1) schien nur kurz eine Gefahr werden zu können, gleichwohl kann man die Leistung des Wallachs, der nach der Streichung von Ferrari River der »Ärmste« des verbliebenen Dutzends war, kaum hoch genug einschätzen.

Django Riff, den »millionenschweren« Primus der freilich nicht übermäßig stark geratenen französischen Generation »D« (12,1), und seine dem gleichen Hause entstammende »Prinzessin« Dawana (12,3), mit der Deutschlands Champion wirklich jeden unnötigen Meter sparte, ließ er jedenfalls mühelos stehen. United Love (12,7 / Jaap van Rijn) durfte sich lange Hoffnungen auf eine kleine Prämie machen, auch wenn es dazu letztlich nicht reichte, der hinter ihm einkommende Rest war für eine Prüfung dieser Qualität einfach nicht gut genug. - (cw)

ERGEBNIS

Sonntag, 08.10.2017
Hamburg / Deutschland
Großer Preis von Deutschland
150.000 € - 2200 m - Autostart
Vierjährige Pferde aller Länder

1.DiamantenKim Eriksson1:12,021
2.Generaal BiancoPeter Untertsteiner1:12,165
3.Django RiffJoseph Verbeeck1:12,137
4.DawanaMichael Nimczyk1:12,3331
5.Orlando JetRudi Haller1:12,683
6.Grant BokoChristoffer Eriksson1:12,6358
7.Racing MangeJoakim Lövgren1:12,6284
8.United LoveJaap van Rijn1:12,72096
9.Dominion BeachBjörn Goop1:13,2135
10.Unique JuniJohnny Takter1:13,6553
11.DupreePer Linderoth1:14,01033
 Goofy GreenwoodHugo Langeweg jun.d.r.233
-NS-Ferrari River   
-NS-Unicorno S.L.M.   

Diamanten - 4j. H. v. Adrian Chip a.d. Iata Käll v. Ata Star L
Sieg: 21:10 - Platz: 12 - 17 - 15:10 - Zwilling: 48:10 - Dreierwette: 252:10

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