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19. JUN 2017

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Nordamerikas erste »big session«

Mohawk Racetrack in Campbellville, rund 40 Kilometer westlich von Kanadas 2,6-Millionen-Metropole Toronto, blieb es vorbehalten, am Samstag den ersten Superrenntag der Geschirrsportler auszutragen.

Höhepunkt der 15 Prüfungen umfassenden Abendkarte war der zum 34., mit einer runden Million kanadischer Dollar dotierte Pepsi North America Cup für dreijährige Pacer, den die drei Favoriten unter sich ausmachte. Zwei der insgesamt fünf sechsstellig dotierten Aufgaben des reichhaltigen Rahmenprogramms waren den Trabern vorbehalten, bei denen die Favoriten nichts anbrennen ließen.

Hannelore bärenstark

Jenen Reigen eröffneten mit dem Finale des Armbro Flight Trot, das zu einer glasklaren Angelegenheit von Titelverteidigerin Hannelore Hanover wurde, die älteren Stuten. Die auf Hanover Shoe Farms geborene und nach der deutschen Amateurfahrerin Hannelore Würzinger benannte Fünfjährige ging als 12:10-Gemeinte nur zu Beginn kleinere Kompromisse ein und überließ der von der »8« geradezu irrwitzig in Front sausenden Emoticon Hanover vor Majestic Presence die Führungsarbeit. Yannick Gingras hielt sich als Anführer der Außenspur sofort alle Optionen offen und ließ sie zügig nach vorn marschieren. Nach 500 Metern erfolgte die widerstandslose Kommandoübernahme, womit der Sieg der vier Jahren auf der Harrisburg-Auktion für 32.000 Dollar verauktionierten Swan For All-Tochter de facto in trockenen Tüchern war.

Zu stoppen war die Schwarzbraune, deren Karriere im Vorjahr kometengleich ins Rollen gekommen war, nicht mehr, denn den Angriffsversuch der sich nach 1200 Metern über Spur zwei nach vorn tankenden Charmed Life, die sich vor acht Tagen den anderen Vorlauf gesichert hatte, erstickte sie leichtfüßig im Keim. Drei Längen vor der Majestic Son-Tochter, die mehr damit zu tun hatte, im engen Hauen und Stechen Emoticon Hanover mit dem letzten Schritt vom Ehrenplatz zu schubsen, kreuzte »Hannelore« in 1:09,5 und damit um eine halbe Sekunde langsamer als bei ihrem Bahn- wie Kanada-Rekord vor einem Jahr die Linie.

Augenscheinlich hat sie reichlich Luft nach oben - keine allzu rosigen Aussichten für die in Frage kommenden älteren Ladys, den Spieß in den lukrativen Stuten-Prüfungen dieser Saison mal umzudrehen. »Es war eine Menge Unruhe hinter dem Startauto und auf dem ersten Viertel. So hab ich mich entschlossen, sie möglichst aus allen Unwägbarkeiten herauszuhalten und früh in Front zu ziehen, zumal eine kurze Startverzögerung sie ziemlich zapplig werden ließ. Bleibt sie gesund, werden wir noch viel Freude an ihr haben, denn sie gehört zweifellos zu den zehn besten Trabern, die ich je gefahren habe«, kommentierte Yannick Gingras - und das will bei dem 37-Jährigen eine ganze Menge heißen, der seit 2014 die »money winning list« Nordamerikas und damit weltweit anführt und Cracks wie Mission Brief, Father Patrick, Ariana G und Southwind Frank in Händen hatte. Hannelore Hanovers Fahrtenbuch steht nach diesem neuerlichen Coup bei 29 Siegen aus 45 Engagements und 1.692.108 Dollar an Gage; 17 Treffer und 1.194.334 Dollar scheffelte sie allein im Vorjahr.

ERGEBNIS

Samstag, 17.06.2017
Mohawk Raceway / Kanada
Armbro Flight Trot (Finale)
253.000 CA$ - 1609 m - Autostart
Ältere Stuten

1.Hannelore HanoverYannick Gingras1:09,512
2.Charmed LifeLouis Roy1:09,971
3.Emoticon HanoverSylvain Filion1:09,9295
4.Majestic PresenceChris Christoforou1:10,2703
5.Flowers N SongsRandall Waples1:10,51100
6.Caprice HillDouglas McNair1:10,6267
7.Renegade MagicTrevor Henry1:10,7548
8.Broadway DonnaDave Miller1:11,097
9.Ready Any TimeJack Moiseyev1:11,01003
10.KestrelScott Zeron1:11,7614

Hannelore Hanover - 5j. St. v. Swan For All a.d. High Sobriety v. Dream Vacation
Sieg: 12:10 - keine Platzwetten - Zweierwette: 23:10 - Dreierwette: 140:10

Moni Makers Bester

Die Hoffnungen der Antonaccis, der letzte Nachkomme der grandiosen Moni Maker könne zugleich ihr bester werden, erhielten durch den knappen Triumph von International Moni im Finale des Goodtimes Trot neue Nahrung. Den per Embryotransfer von einer Leihmutter ausgetragenen Love You-Sohn - zur Welt kam er 27 Tage nach dem Tod Moni Makers auf dem Gestüt der Antonaccis in Connecticut - setzte Scott Zeron nach betulichem Beginn wie schon im Vorlauf aus dem Mittelfeld ein und schnappte im fulminanten Finish ausgerechnet Papa Rick den Sieg um eine halbe Länge vor der Nase weg.

Mit gewaltigem Antritt hatte sich Awol Hanover von der »9« das Zepter vor Southwind Cobra gesichert, doch war auch Tim Tetrick mit dem bislang unbezwungenen Enterprise sofort in vorderen Gefilden auszumachen und übernahm an der Viertelmeilen-Marke die Regie. An fünfter Position innen lag Mass Production, der vom die äußeren Gespanne anführenden International Moni begleitet wurde. Für die Schlussrunde bekam Zeron junior mit seinem Hambletonian-Kandidaten in Trainingspartner Shake It Off Lindy eine »Lokomotive«, die ihn näher an den weiterhin das quirlige Tempo vorgebenden Schützling Marcus Melanders heranführte.

Zu Beginn der Zielgeraden fielen die Würfel gegen Enterprise sehr zügig, denn wie im Vorlauf setzte sich International Moni umso stärker in Szene, je näher das Ziel kam. Hatte er seine beiden Vorderleute ruckzuck im Griff, so musste der Braune nur noch ein bisschen Obacht auf Mass Production geben. Der Muscle Mass-Sohn aus Rick Zerons eigener Traineranstalt kam Mitte der Zielgeraden von der Innenkante weg auf freie Bahn und raufte sich als »Überraschungsgast« der Dreierwette für 51-fachen Einsatz bis auf eine halbe Länge an den zweifachen Saisonsieger heran, ohne ihn wirklich ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Vier Längen dahinter entriss der Chapter Seven-Sohn Seven And Seven, der lange das Ende des Feldes geziert hatte, dem gründlich entzauberten Enterprise gar Rang drei weg.

Nach 1:10,1 behielt International Moni beim zweiten Saisonstart seine weiße Weste 2017 und hat nun schon 140.500 Dollar verdient. »Wie und wo er vom Start kommt, spielt bei ihm keine wesentliche Rolle, denn er ist in jeder Situation ausgesprochen gut zu dirigieren. Sein Trainingspartner war überraschend stark und konnte uns prima voran ziehen. Zu Beginn der Zielgeraden wusste ich, wir würden ganz, ganz leicht gewinnen - bis mir ausgerechnet mein Vater einen Schrecken einjagte und ich doch noch die Ohrenwatte zog«, kommentierte Kanadas 27jähriger Nachwuchsstar. - (mw)

ERGEBNIS

Samstag, 17.06.2017
Mohawk Raceway / Kanada
Goodtimes Trot (Finale)
251.000 CA$ - 1609 m - Autostart
Dreijährige

1.International MoniScott Zeron1:10,138
2.Mass ProductionRick Zeron1:10,1516
3.Seven And SevenDave Miller1:10,668
4.EnterpriseTim Tetrick1:10,717
5.Shake It Off LindyBrett Miller1:10,9157
6.Southwind WoodyMatt Kakaley1:10,9795
7.JakeSylvain Filion1:11,1196
8.Southwind CobraYannick Gingras1:11,5641
9.Guardian AngelBrian Sears1:11,5187
10.Awol HanoverJason MacDonald1:12,7580

International Moni - 3j. H. v. Love You a.d. Moni Maker v. Speedy Crown
Sieg: 38:10 - Platz: 18 - 42 - 26:10 - Zweierwette: 1.383:10 - Dreierwette: 7.191:10

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