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15. MAI 2017

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Cash Hanovers feiner Ehrenplatz

Endlich einmal eine zweite, »astreine« Vorstellung in Folge lieferte der spektakuläre BILD-Pokal-Sieger Cash Hanover in der Silverdivisionen von Kopenhagen ab.

Mit dem prächtig daherkommenden Love You-Sohn nahm Michael Nimczyk sein Rennfahrerherz in beide Hände und startete in einer betulichen Phase nach 600 Metern einen »Überfall« auf Anführer Aron the Baron, den Birger Jörgensen mit Dänemarks Derby-Zweitem von 2016 aber eiskalt abschmetterte. Cash Hanover vermochte die Lücke nicht groß genug zu reißen, um dahinter einparken zu können, und musste fortan durch die »Todesspur« - ein Transport, den der Braune außerordentlich gut hinbekam.

Auch dem wachsenden Druck des Ende der letzten Gegengeraden in dritter Spur aufziehenden Re Doc widerstand er durch den Schlussbogen tadellos, rang auf der Zielgeraden Aron the Baron nieder und musste sich Re Doc, den - wie am Samstag Diamanten im Konung Gustaf V:s Pokalen - Christoffer Eriksson für den gesperrten Robert Bergh verwandelte, dann doch nach 1:12,0 zu 1:12,1 um eine halbe Länge beugen. Nur um einen »Kopf« verpasste Photo Lavec, den Björn Goop in gewohnter Manier auf den letzten Metern eminent schnell zu machen verstand, den Ehrenplatz. Aron the Baron hielt eine Länge zurück Rang vier. In klingender Münze bedeutete dies 100.000 Kronen für den ebenfalls von Love You gezeugten Fuchs Robert Berghs, deren 47.500 und aller Voraussicht nach ein Ticket für das Finale am Solvalla-Samstag für Cash Hanover.

ERGEBNIS

Sonntag, 14.05.2017
Kopenhagen / Dänemark
Silverdivisionen
200.000 Dkr - 2000 m - Autostart
bis 1.141.650 Dkr

1.Re DocChristoffer Eriksson1:12,0109
2.Cash HanoverMichael Nimczyk1:12,143
3.Photo LavecBjörn Goop1:12,135
4.Aron The BaronBirger Jörgensen1:12,2151
5.Emmett BrownJohan Untersteiner1:12,2122
6.TonicetobetrueJeppe Juel1:12,3208
7.Master CrowePeter Ingves1:12,471
8.Flash HalerydPeter Untersteiner1:12,5276
9.Hank Von HalerydJohnny Takter1:12,5232
10.Farzad BokoRoger Malmqvist1:12,944
11.Pioneer F HThomas Uhrberg1:13,1871
-NS-Slide So Easy   

Re Doc - 7j. W. v. Love You a.d. Gienga A L v. Bon Vivant
Sieg: 109:10 - Platz: 23 - 18 - 18:10 - Zwilling: 231:10 - Dreierwette: 2.729:10

In einem Lauf der Summer Meeting Stayerserien über 2950 Meter mit bis zu 40 Meter Mehrarbeit gaben am Ende all jene klein bei, die unterwegs für Tempo gesorgt hatten. Mehr als zwei Kilometer war das Höwings Südsturm, der sich gegen Cash Converter in einer knallharten Eröffnung für die Spitze behauptet und immer wieder harte Attacken von Platon Face ausgestanden hatte, den er 600 Meter vor dem Ziel dann endgültig ziehen lassen musste. Der bekam seinerseits sofort Druck vom in dritter Spur mit Christoffer Eriksson schwungvoll anrückenden Tinamo Jet, für den zu Beginn der Zielgeraden alle Zeichen auf »Sieg« deuteten.

Einen Strich durch die Rechnung machte ihm aber Örjan Kihlström. Der »Iceman« hatte den 260:10-Außenseiter Springover prächtig aus dem zweiten Band abgebracht, lauerte zunächst »unauffällig« im dritten, später im zweiten Paar außen, nahm im Einlauf Maß und schnappte sich die 100.000 Kronen für Rang eins sicher mit eineinhalb Längen Vorsprung. Bestens hielt sich für die dritte Prämie Banker Transs R, während Alfas da Vinci nach mauem Beginn auf der Schlussrunde weite Wege gehen und zu früh sein Zugpferd Trovatore umschiffen musste, womit die Luft nur noch für Platz vier reichte. Der Lasbeker Juan konnte sich nie aus dem inneren Mittelfeld befreien und schlug als Elfter an, womit er immerhin noch zwei Plätze besser als der komplett abbauende Höwings Südsturm war.

Ulrich Mommerts von Steen Juul trainierter Locarno nahm in einem Handicap-Rennen zu seinen 40 Metern Zulage mit einem ganz schwachen Start weitere 20 Meter Mehrarbeit in Kauf und lag logischerweise durchweg am Ende des Feldes; die letzte Chance, wenigstens noch den kleinsten der sieben Schecks einzuheimsen, wurde durch eine Galoppade 150 Meter vorm Ziel zunichte. Nicht besser erging es im Rennen für vierjährige Stuten Gamine Newport, mit der Michael Nimczyk nach zwei Führungswechseln nach 800 Metern die äußere Linie anführen musste. Dies stellte die in Hamburg mit einem feinen zweiten Rang in die Saison eingestiegene Cantab Hall-Tochter ausgangs der Schlusskurve vor unüberwindliche Probleme, zumal in Front Beatriz (Nicolaj Andersen) nicht eine Sekunde locker ließ und sich sicher in 1:13,9 / 2000 Meter durchsetzte. Gamine Newport versprang die mögliche fünfte Prämie Mitte des Einlaufs.

Eine Klasse für sich war Executive Caviar im vierten Vorlauf des Breeders Course für die Dreijährigen, dessen Finale am 2. Juni in Wolvega ansteht. Nach überaus vorsichtigem Beginn, weil vor ihm zwei Kandidaten sprangen und ein Startabbruch drohte, bekam Joakim Lövgren mit dem SJ´s Caviar-Sohn nach einer halben Runde dennoch ein Maßrennen im zweiten Paar außen, trat 500 Meter weiter das Gaspedal kräftig durch, war im Schlussbogen am durchweg führenden Fritjof vorbei und band den Sack vier Längen voraus in 1:13,1 zu, wofür es 50.000 Kronen in Landeswährung gab. Zum Ehrenplatz biss sich die nicht für den Breeders Course nominierte, stets hinter dem Piloten postierte Alegra B. (Conrad Lugauer) durch, die schon beim zweiten Lebensstart 1:13,6 über den Weg anbot und ihre Ambitionen Richtung Blaues Band (der Stuten) nachdrücklich unterstrich.

Mit einem Paukenschlag für die Gastgeber hatte O´Grady die Veranstaltung eingeläutet. Nachdem vor dem Sulky nicht mehr allzu viel gelaufen war für den elfjährigen SJ´s Photo-Sohn, der in seinen guten Jahren zu Dänemarks besten »Milern« gezählt hatte, wurde er im einleitenden Summer Meeting Monté mit spektakulärem Erfolg erstmals unterm Sattel aufgeboten. Ganz Dänemark wusste offensichtlich von entsprechenden Trainingsleistungen, schickte den braunen Hengst für 19:10 los und lag damit goldrichtig.

Mit dem ersten der 2000 Meter gab Christina Lindhardt die Kommandos, ließ in der zweiten Kurve eine Attacke des sich hinter sie verziehenden Spezialisten Palermo Tårs abblitzen und setzte sich von ihm auf der Zielgeraden nach 1:13,7 zu 1:14,1 auf vier Längen ab. Dritter wurde der seit ewigen Zeiten in Dänemark aktive Lord Jaycee (14,3), der aus dem Hintertreffen mit feinem Speed einige müde Recken einsammelte.

Der Umsatz der auch in Schweden angebotenen V75-Wette sank im Vergleich zu 2016 für die zweiten Königswette binnen 24 Stunden um sieben Prozent auf 25.737.026 Kronen; bereits nach dem sechsten Abschnitt waren alle Systeme heraus, so dass am kommenden Samstag ein Jackpot von 6,2 Millionen Kronen in Rang eins eingespeist wird. - (mw)

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