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16. JUL 2018

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Überraschung in Österreichs St. Leger

Während sich »die halbe Welt« vor den Fernsehgeräten auf die zweite Halbzeit beim Fußball-WM-Finale in Moskau vorbereitete und mit frischen Getränken eindeckte, trafen sich zeitgleich auf der Sommerbahn von Baden sieben österreichische Traber des Jahrgangs 2014 zum St. Leger.

Lange Zeit sah es nach dem am Toto erwarteten Duell zwischen Freeman Venus (Franz Konlechner / 19:10) und Juwel Venus (Erich Kubes / 23:10) aus. Der Derby-Zweite hatte sich unmittelbar nach dem Start die Führung gegen Opal Venus (Gregor Krenmayr) gesichert, sein Herausforderer, im Blauen Band als Vierter ins Ziel gekommen, war nach einer Runde zu ihm aufgerückt. Zu Beginn der Schlussrunde sprang sich die anfangs an dritter Position liegende Nanny McPhee (Christoph Fischer) aus dem Rennen, ihre Position übernahm Derby-Siegerin I Love You Darling (Matthias Schambeck), die mit Beginn der Gegenseite in den Rücken von Juwel Venus wechselte.

Das vordere Quartett setzte sich im Verlauf der Überseite von Kurt Cobain (Dieter Marz) und die stets am Feldende zu sehende Ecoturbina (Hubert Brandstätter jun.). Im Schlussbogen hatte Favorit Juwel Venus einen Schwächemoment und driftete ohne Zutun seines Fahrers in Spur drei. Matthias Schambeck versuchte, die Situation zu nutzen, die Beine seiner I Love You Darling waren schon in der entstandenen Lücke, als Kubes seinen Partner rigoros wieder herunter zog. Die Galoppade der Light Kronos-Tochter war zwangsläufig, die Tatsache, dass Kubes von der Rennleitung im Nachgang mit 220 Euro Geldbuße und acht Tagen Fahrverbot wegen »Gefährdung eines Mitkonkurrenten« belegt wurde, half Schambeck und den Besitzern der Stute nichts.

Vorne wurde Freeman Venus, der sich kurz befreien konnte, nun vom bis dato bei zwei Saisonstarts sieglosen Opal Venus, der das Derby ausgelassen hatte, angegriffen. Der nur noch geringe Widerstand des Piloten war rasch gebrochen, und der 220:10-Außenseiter setzte sich in 1:16,6 / 2100 Meter leicht auf zwei Längen ab. Für den gleichfalls von Light Kronos aus der von Heinz Wewering gezüchteten Orange Bluelady (v. Bosphorus) abstammenden Sieger war es der fünfte Treffer beim zehnten Lebensstart, für den ihm 5.000 Euro gutgeschrieben wurden.

Der noch einmal anfassende Juwel Venus (16,8) sicherte sich noch leicht den Ehrenplatz und blieb - weil die Regularien in Österreich offenbar anders sind als hierzulande - in der Wertung. Freeman Venus (17,0) fiel zuletzt beinahe über die eigenen Füße und schleppte sich um Haaresbreite vor dem noch etwas Speed zeigenden Kurt Cobain (17,0) über die Linie. Ecoturbina (17,3) war Start-Ziel Letzte, hatte aber für Platz fünf keine Konkurrenz mehr. - (cw)

ERGEBNIS

Sonntag, 15.07.2018
Baden / Österreich
27. Traber St. Leger
9.700 € - 2100 m - Autostart
Vierjährige Inländer

1.Opal VenusGregor Krenmayr1:16,6220
2.Juwel VenusErich Kubes1:16,819
3.Freeman VenusFranz Konlechner1:17,023
4.Kurt CobainDieter Marz1:17,0688
5.EcoturbinaHubert Brandstätter jun.1:17,379
 Nanny McPheeChristoph Fischerd.r.189
 I Love You DarlingMatthais Schambeckd.r.44

Opal Venus - 4j. H. v. Light Kronos a.d. Orange Bluelady v. Bosphorus
Sieg: 220:10 - Platz: 43 - 30:10 - Zweierwette: 730:10 - Dreierwette: n. getr.

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