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19. OKT 2018

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Aubrion du Gers zum Elitloppet?

(nn) - Paris / Solvalla, Donnerstag, 18. Oktober. Dass Aubrion du Gers, der mit seinem Sieg am Sonntag im Grand Prix du Sud-Ouest und den dabei gebunkerten 90.000 Euro nun schon 673.425 Euro gewonnen hat und damit nur knapp hinter Bold Eagle (695.000 Euro) liegt, was das Jahr 2018 betrifft, im Winter-Meeting mangels passender Rennen nicht zu sehen sein wird, hatte sein Trainer Jean-Michel Bazire ja mehrmals angedeutet.

Voraussichtlich wird das Finale der Europa-Tour der Traber am 26. Oktober im belgischen Mons um 100.000 Euro die letzte Aufgabe für den 2,1 Millionen schweren Klotz in 2018 sein. Leise anklingen ließ sein Mitbesitzer und Trainer, er könne sich einen Start im Elitloppet 2019 durchaus vorstellen, was ganz sicher in Solvallas Management auf weit geöffnete, hellhörige Ohren gestoßen ist. Fahren würde ihn dort Jos Verbeeck, Bazires »Mann für alle (ausländischen) Fälle«, der den Achtjährigen bereits 2018 zu den Triumphen in Kouvola und Mons (Grand Prix de Wallonie) gesteuert hat. In noch weiterer Ferne für den mächtigen Braunen der Herren Bazire und Jean-Pascal Bragato liegt eine mögliche Teilnahme am International Trot 2019.

Villiam nicht zum »Amérique«

Mindestens genauso viel Grund zur Freude wie der amtierende französische Trainer-Champion hatte nach dem Wochenende der seit mehr als zwei Jahrzehnten im Stockholmer Umfeld stationierte Finne Timo Nurmos. Am Freitagabend in Vincennes gab der von ihm selbst gezüchtete Villiam endlich jene Vorstellung, die sein Trainer nach dem in Weltrekordzeit von 1:12,0 über 2600 Meter im Vorjahr von ihm gewonnenen Svenskt Travkriterium immer erwartet hatte.

»Gewiss, die vierjährigen Franzosen sind gut, aber mein Villiam ist eine ganze Klasse besser. Der seit 30 Jahren in Paris arbeitende Fotograf Gérard Forni hat mir versichert, er habe in seiner Amtszeit in einem Gruppe-Rennen noch kein Pferd gesehen, das auf der kleinen Bahn mit den viel kürzeren Geraden ein solches Pensum wie Villiam weggesteckt und gewonnen hat.

Ein bisschen mulmig war mir vorab schon, obwohl ich wusste, wie gut er drauf ist, denn Jorma Kontio sollte am Start vorsichtig zu Werke gehen, und so bekam er sofort die rote Laterne angehängt. Die dritte und vierte Spur steckte er klaglos weg, und trotz dieses Gewaltmarschs hat sich sein Puls ganz schnell wieder beruhigt - so wie ich das nach dem Kriterium-Sieg kannte. Ich denke, im Vorlauf zu Stockholm hatte er leichte Probleme in den Vorderhufen, weil vielleicht die Hufnägel etwas gedrückt haben.
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Darüber, wie es mit dem Muscle Hill-Sohn aktuell weitergeht, ist sich der 59-Jährige noch nicht ganz schlüssig: »Gut möglich, dass er demnächst auf Menhammar Stuteri zum Decken geht, um Gefriersamen für die kommende Decksaison zu erhalten. In den letzten Tagen war die Nachfrage danach recht groß. Am 23. Dezember steht das Critérium Continental an - dann auf der großen Bahn, wo es deutlich mehr bergauf geht, was ihm zweifellos entgegenkommt. 108.000 Euro für Rang eins sind nicht zu verachten. Sollte er dort gewinnen, wird er sicher nicht im Prix d´Amérique starten - dafür hat er noch ein Jahr Zeit.«

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