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Sonntag, 18.02.2018

V5 mit Stolperfallen

Sonntag, 18. Februar 2018 (Start des ersten Rennens um 14.00 Uhr / Qualifikationen und Vorab-Interviews bereits ab 13.35 Uhr).

(btv-press) - In sämtlichen Rennen der Kombiwette ist Michael Nimczyk Favorit - Doch einige Außenseiter könnten den Goldhelm in Bedrängnis bringen.    

Er war in der Saison 2017 nicht nur bundesweit, sondern auch auf der Derby-Bahn der alles beherrschende Mann: Michael Nimczyk will diesen prominenten Status bei der Mariendorfer Sonntagveranstaltung natürlich untermauern und beim Blick auf die acht Starterfelder schaut es tatsächlich so aus, als könnte ihm dies gelingen. Denn der 31-jährige Profi, der am Abend zuvor bei der HVT-Championatsehrung seinen siebten Goldhelm erhalten wird, ist mit sämtlichen seiner Pferde bestens aufgestellt.

Die ersten beiden Prüfungen, in denen vor allem Brigitte Bardot (Jorma Oikarinen) und Molly Malone (Viktor Gentz) bzw. George Washington (Simon Siebert) und Kilbeggan (André Pögel) auf vorderen Plätzen zu erwarten sind, schaut sich der Spitzenfahrer noch von der Seitenbande aus an. Doch pünktlich zum 3. Rennen, dem Auftakt der mit 5.000 Euro Garantieauszahlung ausgestatteten V5-Wette, greift Nimczyk dann ins Geschehen ein.

ALAO SCOTT / Michael Nimczyk - Foto: © traberfoto-sx

Kein einziger seiner Schützlinge darf ausgelassen werden und der Reigen könnte für Nimczyk gleich mit Alao Scott beginnen, der in seiner Hand sechsmal hintereinander unbezwingbar war. Doch auf den Deutschen Meister und seinen Seriensieger warten durchaus Stolperfallen. Denn unter Alao Scotts Gegnern befinden sich zwei Pferde, die von ihren Besitzern und Stallteams ebenfalls hoch eingeschätzt werden: Die von Victor Gentz gesteuerte Green Mamba galt in ihrem Umfeld sogar als Stutenderby-Hoffnung, besitzt aber offenbar einen recht komplizierten Charakter und konnte bisher nur einen einzigen ihrer zwölf Einsätze gewinnen. Sie muss alles passend vorfinden, während der von Kay Werner vorgetragene Jarich immer fester wirkt und zuletzt mit einer starken Schlusshalben glänzte. Rein vom Rekord her liegen zwischen dem kleinen Bruder von Super Trader und der ebenfalls pfeilschnellen Green Mamba verglichen mit dem bisher bei gemächlichen 1:17,5 min. rangierenden Alao Sccott sogar rund zweieinhalb Sekunden. Nimczyks Traber muss vom Tempo her diesmal also deutlich zulegen, was dem Braunen allerdings auch zuzutrauen ist.

Im 4. Rennen präsentiert der Goldhelm den Wallach Locarno, der beim letzten Engagement die Ziellinie weit hinter Gobelin nur als Zweiter passiert hatte, durch die nachträgliche Disqualifikation seines Gegenspielers aber zum Sieger avancierte. Die Leistung war trotz des Rückstands exzellent, denn zumindest sein Besitzer Ulrich Mommert hatte den 2016 und 2017 auf dänischen Bahnen überaus erfolgreichen Wallach nach der langen Pause nicht auf Anhieb so weit vorne erwartet. Die frischen Sieger Ben Kingsley (Heinz Wewering) und Extra Cash (Thomas Panschow) sind allerdings genauso wenig von Pappe. Im 5. Rennen vertraut Michael Nimczyk auf die französisch gezüchtete Biche de Gravel, deren letzter Treffer – damals noch mit Andor Schute im Sulky – stolze zwei Jahre zurückliegt. Auf den ersten Blick ist das zwar keine Empfehlung. Die Stute zeigte aber in Bahrenfeld einen guten Ansatz und trifft es gegen Chou Chou Star (Victor Gentz) und Richard Parker (Daniel Wagner) verlockend an. Ein hochinteressanter Konkurrent ist Bud Spencer (Thomas Buley). Falls der Siebenjährige auf den Beinen bleibt, ist er durchaus als Sieger vorstellbar.

Nicht in Galopp zu verfallen – das ist manchmal leider auch das Problem von Nimczyks Schützling Fast and Furious, der im 6. Rennen antritt. Falls dies dem Hengst nicht gelingen sollte, ist schier alles möglich. Für die V5 sollte man daher nicht zu geizig an diese Prüfung herangehen und die Strategie unbedingt breit auslegen.

Ganz anders schaut es gute zwanzig Minuten später aus, denn im 7. Rennen gibt es nur zwei glasklare Siegkandidaten. Nimczyks Hoffnungen ruhen auf Harald Krogmanns Vorzeige-Stute Colombe d’Or, während Heinz Wewerings Ambitionen auf Hans Hutters Stallcrack Aggetto ruhen. Zwei Trabernamen zum Zunge schnalzen: Die Zuschauer dürfen sich auf ein Duell der Extraklasse freuen! Einen packenden Zweikampf kann man auch im abschließenden 8. Rennen zwischen Nimczyks Vierbeiner-Waffe Highway Fortuna und dem Herausforderer Gameboy Newport (Thomas Panschow) erwarten – vorausgesetzt, dass der Letztgenannte nicht wie kürzlich patzt. 

 Unsere Tipps:

1.       Brigitte Bardot – Molly Malone – Ginola Bros

2.       George Washington – Kilbeggan – Ilaria Sydney – Lodrino

3.       Alao Scott – Green Mamba – Jarich

4.       Locarno – Ben Kingsley – Extra Cash

5.       Biche de Gravel – Chou Chou Star – Richard Parker

6.        Fast and Furious – Everpolly Boko – Pathos

7.       Colombe d’Or – Aggetto – Red Phoenix

8.       Highway Fortuna – Gameboy Newport – Prinz Friedrich

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